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Graf Hardimund
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Wolle Jade kaufe?

Endlich an fremden Gestaden: Die DSA-Uthuria-Expedition kommt tatsächlich an in Uthura.

Warum trifft eigentlich in letzter Zeit jeder erste dumme Spruch, der mir in den Kopf kommt, genau die tatsächliche Situation? Das bildungshuberische "Das ist ja wie bei Ecos 'Insel des vorigen Tages'", hatte ich beim letzten Mal noch runtergeschluckt, als wir im Sargasso die Kogge voller Grünzeug entdeckten. Aber als dann der Kobold zu Greenwich Brabak Standard Time zu jammern anfing, war alles klar: Das war ja tatsächlich wie bei ...

Jetzt ist also Land in Sicht. Die vermeintliche Insel entpuppt sich allerdings als eine riesige Schildkröte, auf deren Rücken Menschen leben. Und die winken und rufen ... "Wolle kaufe?!" - Ja tatsächlich sind es schwimmende Händler, die mit im südlichen Südmeer segelnden Schiffen gerne Sangria und Jade gegen nützliche Dinge tauschen. Sie gehören zu den moha-verwandten Tokamuyak, die man auch in Südaventurien kennt, wo sie allerings normalerweise mit profanen Schilfflößen unterwegs sind. Sie erweitern unser Wissen über den Stab des Numinoru um eine Legende, wonach dieser nicht bei den Nanschemu, sondern in einem Tempel irgendwo auf dem Festland zu suchen sei. Sie laden uns in ihre Floßstadt auf der Insel der Schildkröten ein, wo ein Fest zu Ehren ihres Gottes Maimaka gefeiert wird. Da würden wir gerne mitfeiern, zumal wir den delfingestaltigen Meergott als Efferd identifizieren und der sonstige Pantheon der Tokamuyak mit einer Wasserpflanzenperaine  auch theologisch unbedenklich scheint. Doch würden wir gerne erst mal mehr über den Stab des Numinoru wissen und möchten auch die Nanschemu näher kennenlernen.

Bei den Nanschemu

Wir steuern also die Hauptinsel der Grünhäutigen an, die laut den Tokamuyak allesamt zaubern und Feurbälle werfen können, ihre Städte unter der Erde bauen und sich in der Region als Herrenmenschen aufführen. Auch uns gegenüber treten sie ziemlich herrisch auf, und zeigen sich nur mäßig beeindruckt von unseren vier Schiffen, die doch um einiges größer sind als ihre Katamarane. Immerhin erhalten wir eine Audienz bei Ludara, der Fürstin und Oberpriesterin, die zu unserer Überraschung Brabaci spricht. Diese Sprache habe sie von der Al'Anfanerin Effidora gelernt, mit der sie über Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Numinoru und Efferd zu philosophieren pflegte. Bis ihr Effidora die Phiolen mit dem Unserblichkeitselixier aus der Rose von Uthuria mopste, damit vor Ort die Nanschemu zu Feinden der Al'Anfanern machte und in Aventurien den aktuellen Uthuria-Hype in Aventurien auslöste.

Wir warnen Ludara vor Salamandra, die eine noch viel niederträchtigere Al'Anfanerin und dazu noch mächtige Magierin und Charyptoroth-Paktiererin sei. Auch Ludara erzählt uns von dem Tempel, der sich in einem See befinden soll. Mehr wisse sie nicht, aber den Stab hätte sie auch sehr gerne, räumt sie ein. Ob wir ihr helfen wollten? Wir einigen uns, dass er nicht in die Hände einer Paktiererin fallen darf, aber mehr wollen wir nicht versprechen.

Balkonszene mit Daimonid

Apropos Paktiererin: Zwischendurch hat Ludara noch eine Besprechung auf dem Balkon, die wir mit magischen (Penetrizzel) und karmalen Mitteln (Wundersame Verständigung plus das Ohr eines Geweihten an der Tür) mitschnitten. Die lichtscheuen Nanschemu mit ihrem mit den Zwölfen verfeindeten Pantheon sind uns ja ohnehin suspekt, aber ihre Anführerin spielt offenbar ein doppeltes Spiel und treibt Geschäfte mit einer aufrecht gehenden räudigen Löwin mit Fledermausflügeln. Dieses (dämonische oder daimonide?) Wesen stellt Forderungen nach Gold und Menschenopfern. Ach, und den Stab des Numinoru hätte es auch gerne – das alles im Namen eines Herrn der Nacht. Wir verabschieden uns und erhalten noch die Anweisung, keinen Stützpunkt auf einer von den Nanschemu beanspruchten Inseln zu errichten. Das schließt auch die Insel der Schildkröten der Tokamuyak mit ein.

Aufs Festland

Die Tokamuyak der Floßstadt und die mit ihnen befreundeten Owangi und Yukumak erlauben uns, uns an beliebiger Stelle auf dem gegenüberliegenden Festland niederzulassen. Das sei ja ohnehin weitestgehend unbesiedelt, und zu den dortigen Eingeborenen habe man nur lockere Beziehungen. Wir entscheiden uns für eine tief ins Festland reichende Bucht und finden einen günstigen Platz an einer Flußmündung. Im flachen Wasser am Strand entdecken wir Bernstein. Beim Herausnehmen merken wir, das ist gar kein praiosheiliger Sonnenstein, sondern ... "Phosphor!" Zisch, paff – offenbar besteht diese Verwechslungsgefahr zwischen Halbedelstein und Brandbombenrückstand nicht nur an der Ostsee. Ob die Nanschemu hier wohl ihre Feuerbälle verklappt haben?
Tags: dsa, uthuria
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