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Graf Hardimund
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Vier Helden, die Wüste und eine Rache

Durch die Wüste Khom (1): In der Oase Achan, im Nordwesten der Khom, treffen sich vier Fremde. Noch ahnen sie nicht, in welcher Weise der All-Eine ihre Schicksale miteinander verwoben hat. Das liegt auch daran, dass sich die Helden meiner neuen DSA 5 Wüstenkampagne bislang wenig erzählt haben.

  • Aus dem Osten kommt Tayir ibn Muhajir. Der Geweihte des Aves (oder Avesha, wie ihn die Tulamiden nennen) aus Fasar ist inkognito unterwegs.

  • Aus dem  Westen Faisal ibn Rahsid: Der Ordenskrieger der Tarisharim hat wegen einer gewiss höchst wichtigen Mission das Ordenskloster in den Hohen Eternen verlassen.

  • Aus dem fernen Norden stammt Tommeval Deickvind: Der Sohn einer nostrischen Bombastin wird sogleich als ein reicher und mächtiger Effendi erkannt.

  • Um der Symmetrie Willen müsste Rondran von Norburg aus Süden angereist sein: Der grimmige Wüstenführer ist jedenfalls schon länger in der Khom zu Hause, auch wenn er ursprünglich aus dem Bornland stammt.

Gastfreundschaft in Achan
Die kleine Oase Achan liegt im Westen der Wüste Khôm und gehört zum Einflussgebiet der Beni Terkui. Sie liegt in der Nähe der Kabashpforte und ist ein wichtiger Handelsposten der Novadis mit dem Horasreich, wichtige Karawanen machen hier Halt. (Wiki Aventurica)

In der Karawanserei stellt Wirt Khalid ben Rechan schnell und kundig fest, dass es sich bei allen Vieren um Zwölfgötter- oder sonstwie Andersgläubige handelt. Nicht dass er ein Problem damit hätte, Gastfreundschaft und Geschäftstüchtigkeit gehen vor. Er muss nur zusehen, dass er seine rastullahgläubigen Gäste nicht gegen das 24. der 99 Gesetze verstoßen lässt. Also: "das prächtige Geschirr" (das rote) für die Helden, "das vortreffliche" (blaue) für die Novadis. Vom blauen Geschirr speisen unter anderem:

  • Omar sal Ruban: Waffenschmied und Bekannter Rondran von Norburgs, der ihm drei silberne Armbrustbolzen übergibt und sich mit ihm auf ein Treffen in Unau wegen weiterer exotischer Waffengeschäfte verabredet.

  • Selim ben Kasim: Sohn des Hairans einer Sippe der Beni Terkui, der den reichen und mächtigen Effendi um Hilfe bittet.

Dem Effendi sollte es nämlich ein Leichtes sein, was Selim und seiner in Ungnade gefallenen Sippe verwehrt ist: Am Wesir vorbeizukommen und bei Scheich Gani ben Hassaf  Fürsprache für seinen Bruder Shafir zu halten. Der werde nämlich von Serham ben Furka, dem Scheich der benachbarten Oase Terekh gefangengehalten und solle schon bald, am dritten Rastullahellah, schmählich hingerichtet werden. Wegen eines Verbrechens, das dieser unmöglich begangen haben könne.

Der Scheich und sein Wesir
Scheich Gani und sein Wesir, der Horasier Rondrigo Tiorakis, empfängt Tommeval Deickvind Effendi und ist guten Mutes. Er habe gute Beziehungen zu Scheich Serham und ihn mit großzügigen Geschenken bedacht. Er will dem Haran helfen, ein Lösegeld in Kamelen und Schafen aufzubringen. Da er selbst gerade nicht reisen kann, bittet er den Effendi, das Angebot zu überbringen.

In der Karawanserei hat Tayir währenddessen Faisal einen Brief übergeben - wozu er eigentlich das Kloster hätte aufsuchen müssen. Faisal revanchiert sich mit einem Bericht über einen anderen Avesgeweihten, den er vor einigen Monaten in den Hohen Eternen gesehen habe. Dieser habe dort mit einem mysteriösen Horasier mit einer auffälligen Narbe getroffen und sei dann hastig Richtung Süden/Südwesten aufgebrochen. Von einem Treffen in Keft und einem Ei, dem doch nichts passiere solle, war die Rede.

Diese Information bewegt Tayir zu einer Richtungsänderung: Statt in die Hohen Eternen will er nun nach Keft. Auch Faisal treibt es nach der Lektüre des geheimnisvollen Briefs nach Süden. Tommeval ist unterdessen mit Rondran in Verhandlungen getreten und heuert ihn als Führer an. Unau oder vielleicht auch Merwhed ist das Ziel - nach Terekh, das ohnehin auf dem Weg liegt, genau wie Keft. Rondran hat auch noch ein eigenes Interesse an einem Besuch in Terekh: Omar sal Ruban hat ihn gebeten, dem Scheich eine silberne Dschadraspitze als Geschenk zu überbringen. Also reist man zu viert. Rondran tauscht das wenig wüstentaugliche Kaltblut des Nostriers gegen ein Last- und ein Reitkamel für den Effendi. Die anderen gehen zu Fuß.

Rachedurst in Terekh
Terekh ist eine Grundwasseroase in der westlichen Khôm, deren Wasservorat zur Neige geht. Sie ist ein wichtiger Wegpunkt für Karawanen, die zwischen dem Horasreich und Khunchom pendeln, und die wichtigste Oase der Beni Terkui. (Wiki Aventurica)

Scheich Serham ben Furka ist ein anderes Kaliber als der umgängliche Gani ben Hassaf. Er empfängt die Helden mit kühler Zurückhaltung und in seinem Zelt wird es noch kälter, als er vernimmt, in welcher Sache sie vorsprechen wollen. Das ändert sich aber, als Tommeval seine sozialen Talente offenbart. Obwohl er selbst ein Fremder ist, trifft er mit seiner höflichen Rede genau den richtigen Ton, um die Novadis für sich einzunehmen. Darum heißt Serham die Helden nun als Gäste willkommen und schildert seine Sicht der Dinge:

  • Shafir sei bei ihm zu Gast gewesen und sie hätten Rote und Weiße Kamele gespielt.

  • Als er Shafir bei einem betrügerischen Zug erwischt habe, habe dieser ihn mit dem Waqqif angegriffen.

  • Einen solchen Bruch des heiligen Gastrechts kann kein Lösegeld heilen. Am dritten Rastullahellah soll er in Schande durch die Hand einer Bestie aus dem Norden sterben.

Serham erlaubt den Helden aber, den Gefangenen im Funduq zu besuchen. Sein Sohn Elim führt sie hin. Im Funduq, wo hauptsächlich die Vorräte der Oase aufbewahrt werden, gibt es auch drei abschließbare Räume:

  • Der erste enthält besonders kostbare Waren, wie etwa Wein.

  • Im zweiten wird die "Bestie aus dem Norden", von kundigen Helden als Ork identifiziert, gefangen gehalten.

  • Im dritten schließlich der unglückliche Shafir.

Rondran lässt die Zelle aufschließen und beginnt, Shafir zu verprügeln. Das schafft zum einen Nähe, um ihn ungehört von Elim zu befragen, und zum anderen auch gleich den nötigen Druck zur Wahrhaftigkeit. Und also spricht Shafir:

  • Er habe im Auftrag seines Vaters mit Scheich Serham Möglichkeiten zur rastullahgefälligen Karawanenräuberei erörtert.

  • Sein eigener Scheich Gani, der sich ganz dem Handel mit den Ungläubigen verpflichtet fühlt, dürfe davon natürlich nichts wissen.

  • Alles lief zunächst gut. Dann aber habe ihn Scheich beim Kamelspiel betrogen und sogar angegriffen.

Tags: dsa, khom-kampagne, rsp
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