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Graf Hardimund
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Grim erzählt vom Krieg und von den Göttern

In der DSA 5 Donnerwacht-Kampagne locken Träume die Helden an Orte, die Erinnerungen an Orkengold und dunkle Geheimnisse von damals wecken.

Ein Jahr ist seit den Ereignissen von „Zeichen der Macht“ vergangen, als Elion Honiglockes Bündnisringtattoo sich zu röten und zu jucken beginnt. Eine Entzündung, könnte man meinen, wären diese körperlichen Erscheinungen nicht von visionären Träumen begleitet. Zumal es den anderen Trägern des neu geschlossenen Riesen-Elfen-Bundes ähnlich geht, zumindest soweit Helden das bezeugen können: Dolgan Sohn des Forn, der gerade geschäftlich bei Visalyar Wassertänzer in Lowangen weilt, und Ulfried als Waldelfen-Praktikant bei Silgurion im Gashoker Forst. Die anderen beiden, Harpyienkönigin Kasseira und Schwarzmagierin Mari Hatariem, kommen immerhin in den Visionen vor. Elion und Grim werden zudem bei einer Bergtour im Thasch von drei Orks angegriffen, die es merkwürdigerweise vor allem auf den eher harmlos wirkenden Elfen abgesehen haben und außerdem als Zholochai eigentlich wenig in der Gegend zu suchen haben.

In Finstertrutz, am Turm von Ritter Borckfried, treffen sich schließlich Helden und NPC-Elfen und setzen das Visionspuzzle zusammen:

  • Mari Hatariem (die, wie Wassertänzer berichtet, nach ihrem Transversalis-Aufbruch im letzten Abenteuer nur kurz in Lowangen aufgetaucht und dann verschwunden ist), war oder ist offenbar irgendwo am gebirgigen Rand der Orklandsteppe.

  • Dort haben zwei Zholochai (die bekanntlich am Fuß der Blutzinnen leben) sie zu überrumpeln versucht, aber sie hat mit einem Bannbaladin den Spieß umgedreht.

  • Möglicherweise stehen diese immer noch unter ihrem Einfluss, möglicherweise sogar eine ganze Sippe, deren Lager wir gesehen haben.

  • Kasseira ist mit ihren Harpyienschwestern (von denen Elion und Grim wissen, dass sie ausgeflogen sind um „die Orks im Auge zu behalten“) in einem Gebirge in einen Pfeilhagel geraten.

  • Dieses Gebirge könnten nach unseren Geografie- und Geologiekenntnissen die Blutzinnen sein.


Aber was hat das zu bedeuten? Wenn Mari zaubert, wird im Zweifel nichts Gutes für uns herauskommen. Aber wie passen die Zholochai ins Bild? Bislang haben sich ja vor allem die Gharrachai und ihre Partner vom Finsterkamm, mit Oxbrull als Mann fürs Grobe und vermutlich Aschepelz als Hintermann für das Elfengeheimnis interessiert. Was auffällt, ist, dass die Blutzinnen und das Siedlungsgebiet der Zholochai auf dem Weg zu den Ogerzähnen und dem Greifengras liegen. Will Mari Neunfinger aufsuchen? Und sollten wir das auch? Könnten wir ihn nicht besser rufen? Elfenmagier Wassertänzer hat sich dazu seine Gedanken gemacht und klärt uns auf:

  • Der Riesenruf ist ein Ritual, über das die Tattooträger gemeinsam verfügen.

  • Es ist in seiner Reichweite begrenzt und wir sind offenbar noch nicht nah genug.

  • Zumal ja derzeit nur drei von fünf Beteiligten beieinander sind und die Wirkung damit vermutlich verringert ist.

  • Ob die Macht der einzelnen Tattooträger anteilsmäßig steigt, wenn sich ihre Anzahl verringert, wissen wir nicht.

  • Ob Mari so etwas herbeiführen möchte, wissen wir auch nicht, es würde aber die Angriffe auf Elion und Kasseira erklären.

  • Die Tattoos haben neben der Riesenruf- auch eine Kommunikations- und Ortungsfunktion untereinander.

  • Wir haben darum das Gefühl, dass sich Kasseira irgendwo im Nordwesten befindet.


Also beschließen wir den Aufbruch, ob uns der Ortungssinn nun erst zu Kasseira oder die Visionen uns zu den Zholochai und Mari führen. Ulfried und Grim waren schon einmal in ungefähr der selben Gegend, damals auf der Suche nach dem geheimnisvollen Vashrak und so beschließen wir, auf dem selben Weg wie damals die Blutzinnen zu überqueren. Angetrieben durch Elions Neugier, das allgemeine Informationsbedürfnis über Gefahren, Probleme und mögliche Hilfsquellen und nicht zuletzt das Schwelgen in Erinnerungen berichten die Orkengold-Veteranen vom Kampf gegen die Sklavenhändler und die Ork-Rind-Chimäre, den Prüfungen der Blutigroten und der Begegnung mit der rachsüchtigen Elfe.

Dabei vergessen sie vielleicht ein wenig, dass sie es nicht mehr mit dem Thorwaler Magier-Freigeist Tjalf, dem Schatzsucher-Zwerg Darlosch oder dem albernischen Glücksritter Babu zu tun haben, allesamt nicht amoralisch, aber doch sehr pragmatisch, sondern mit drei sensiblen Elfen und einem Diener der Zwölf. Dass die Metzelelfe komplett irre oder badoc war, wie ihre Spitzohrenbrüder sagen würde, tröstet diese wenig. Auch nicht, dass Ulfried und Grim ja gar nicht direkt an ihrer Opferung mitgewirkt haben, sondern Tairach lieber ihr eigenes Blut gespendet haben. Überhaupt Tairach: als Grim darauf hinweist, dass dieser als Gott von Kampf, Rache und Wachsamkeit von den Gjalskern verehrt und von den Orks als Totengott nur missdeutet wird, versöhnt das Phexensdiener Dolgan auch nicht. Seit dem Gespräch scheint ein gewisser ethnisch und religiös motivierter Riss durch die Gruppe zu gehen und wer weiß, ob, wann und wie der sich kitten lässt.

Aber fassen wir mal ganz neutral zusammen, was wir über die Gegend und ihre Bewohner noch wissen:

  • In der Nähe befindet sich das Orkheiligtum Vashrak mit seinen Wächtern, den Blutigroten.

  • Diese sind mit dem Zholochai eng verwandt oder ein Unterstamm von diesen.

  • Bei den Blutigroten haben sich Ulfried und Grim Respekt erworben und tragen noch (und jetzt wieder offen) Abzeichen, die sie als Ehrenokwach ausweisen.

  • Möglicherweise nimmt man uns dort aber übel, dass es bei unserem Besuch in Vashrak zu erheblichen Verwüstungen des Heiligtums kam, auch wenn das nicht direkt unsere Schuld war.

  • Wahrscheinlich wissen die Blutigroten auch, dass wir dem Aikar Brazzoragh auf seiner Hornturmbaustelle in die Suppe gespuckt haben und könnten uns (aus Überzeugung oder Opportunismus) ausliefern wollen.

  • Also sollten wir ihnen aus freien Stücken lieber nicht zu nahe kommen und allenfalls aus Verzweiflung auf unseren Status dort pochen.

  • Außerdem sollten wir uns vor dem ork-rinder-gestaltigen Wächter von Vashrak hüten.

  • Helfen könnte uns vielleicht erneut das freundliche Einhorn Ortalan.

  • Und dann schaut noch Grashok Dunkelhand ab und an in der Gegend vorbei. Der Ork mit Gildenmagierausbildung und die Orkengold-Helden haben sich damals gelegentlich gegenseitig mit Informationen und Gefallen ausgeholfen.

  • Außerdem hat er noch eine Rechnung mit den Lowanger Schwarzmagiern offen.

Tags: donnerwacht, dsa, orkengold, rsp
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