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Graf Hardimund
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Grim stellt sich hinten an

In der DSA 5 Donnerwacht-Kampagne aktualisieren wir alte Feindschaften und besuchen das Post-Quanionsquesten-Gashok.

Die Nadel im Heuhaufen suchen oder lieber den Wal im Ozean? Nach unseren Recherchen in Lowangen haben wir die Wahl zwischen zwei Spuren, die uns beide nicht wirklich vielversprechend scheinen. Nach einem Stupser mit dem meisterlichen Zeigefinger entscheiden wir uns gegen den Riesen irgendwo im norwestlichen Orkland und für die Ruine irgendwo im Gashoker Forst.

Händler Dolgan Sohn des Forn, Jäger Ulfried und Tierkrieger Grim (Legendensänger Elion Honiglocke ist erneut verhindert) ziehen also mit zwei Ponys auf dem Karawanenpfad gen Gashok. Schon bald sehen sie, dass ihnen etwas am Himmel folgt. Ist es ein Vogel? Ist es ein fliegender Teppich? Nein, es ist eine Harpyie, die aber keine Anstalten macht, näher zu kommen. Wir lassen sie erstmal flattern. Sie ist ja – vermutlich, hoffentlich – unsere Verbündete und das sollte uns eigentlich ein beruhigendes Gefühl geben.

Zwei alte Bekannte und eine rachsüchtige Schwester
Beunruhigender finden wir den Trupp Reiter, der uns aus Richtung Lowangen folgt. Es handelt sich um unsere neue Konkurrentin Mari Hatariem. Und zur Verstärkung hat sie Schlagring-Halbork Tschako und Armbrust-Zwerg Frobosch mitgebracht, die Ulfried und Grim aus der Orkengoldkampagne kennen, sowie zwei vorerst namen- und eigenschaftslos bleibende Söldner, die den weinerlichen Halbelfen und die Frau wie eine Belagerungsmaschine ersetzen sollen.

Einen mäßig erfolgreichen Beschleich- und -lauschversuch später wissen wir, dass sich Mari als Schwester von Ariana Meletaniem bezeichnet, jener Magierin, deren tragisches Dahinscheiden in Sternfeld ja immer noch Ulfried und Grim angehängt wird. Außer um das Elfengeheimnis geht es nun also auch noch um Rache. Da ein nächtlicher Überfall wenig aussichtsreich erscheint, schlagen wir uns in die Büsche und lassen die Gruppe am nächsten Morgen an uns vorbeiziehen. Und wo wir schonmal dabei sind, lassen wir auch gleich noch einen eiligen Elfen zu Pferde passieren: unseren Informanten Visalyar Wassertänzer.

Wir stellen uns also erstmal hinten an. Wenn sie weniger über unser gemeinsames Ziel wissen als wir, kommt es nicht drauf an, wer als erster den Wald erreicht. Und sollten sie mehr wissen, dann folgen wir eben ihnen. Warum sollen immer die Helden die Arbeit machen und sich dann vor den NSC verarschen lassen? Heldenarbeit wartet allerdings kurz vor Gashok auf uns. Wir finden Spuren eines Orküberfalls auf einen Wagenzug, und zwar den von Ulfrieds Auftraggeberin Mia Hilmrada. Zugochsen und Personal sind massakriert, die Fracht aber unberührt. Stattdessen haben sich die Orks nur mit Mari und ihren überlebenden drei Fuhrknechten davongemacht.

Schlecht bezahlte Heldenarbeit
Wir finden sie lausig bewacht von einem halben Dutzend Orks in einem Wäldchen und können sie schnell befreien, wobei Grim allerdings seine Orkengold-Tradition wieder aufleben lässt, sich kurz vor dem Sieg bewusstlos würfeln zu lassen. Aber Ulfried und Dolgan bringen die Sache zu Ende. Als Grim und zwei gefangene Orks wieder vernehmungsfähig sind, geht es ums Aufklären des Motivs für diesen seltsamen Überfall. Den ersten Gefangenen lassen wir aus Respekt laufen, weil er sich von unseren miserablen Einschüchertungswürfen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Der andere packt schließlich aus.

Federführend war demnach der von uns erschlagene Unterhäuptling Blutfaust. Der war mal Herr von Gashok gewesen, bis ihn die Lichtzügler unter dem Heiligen Praiofold vertrieben. Zuletzt musste er Handlangerdienste für Oxbrull Schlitzohr verrichten. Und der hätte ihn mittels einer Botennebelkrähe angewiesen, uns aufzuhalten. Ok, das erklärt einiges, aber noch nicht alles. Zum Beispiel, woher Oxbrull so genau wusste, dass wir auf dem Weg nach Gashok sind.

Was wurde aus Gashok?
Nach dem Verhör lassen wir auch den zweiten Ork laufen, um unseren Ruhm zu mehren und eine Botschaft an Oxbrull zu senden. Mia kehrt erst einmal nach Lowangen zurück und will mit neuen Gespannen zurückkehren, um ihre Waren zu bergen. Und wir erreichen Gashok, das einige Jahre zuvor im Zuge der Quanionsqueste zumindest vorübergehend von den Orks befreit worden war.

    Die Lichtsucher führten damals ein kleines Heer aus frommen Rittern, mit dem Konzil unzufriedenen Praioten, Abenteurern und Leuten, die in Gareth nichts zu verlieren hatten, nach Gashok. Mit mehr Eifer als Plan berannten sie die Mauern, während sich in der Stadt die Bürger erhoben. Also besiegten die Orks von Häuptling Blutfaust.

    Seine Gnaden Praiowin hielt nun Gericht und verfügte, dass ein jeder sich zum orthodoxen Praiosglauben bekehren. Nicht nur jeder Ork, der bei seinen Götzen bleiben wollte, sondern auch versteckte Dualisten mussten Gashok verlassen, allerdings ihre Kinder zurücklassen, damit sie von anständigen Leuten im rechten Glauben erzogen werden. Dann hüllte ein goldener Schein die Stadt ein und das Portal zum Finale der Kampagne tat sich auf.

    Die Lichtsucher waren also weg und das güldene Licht des Herrn Praios schützte nur im ehemaligen Tairach-Heiligtum geweihten Tempel, nicht aber die Stadt, die sich inzwischen wieder unter die Herrschaft der Orks gefügt hat.


Von unseren Ex-Verfolgern, die wir verfolgen, finden wir in Gashok keine Spur. Allerdings versucht uns ein Waldläufer im Gasthaus „Zur Goldenen Sonne“ bei den Bürgern anzuschwärzen. Da ihm nichts besseres einfällt, als dass wir uns in Lowangen „mit den Orks gemein gemacht“ hätten, fällt die Empörung bei den Gashokern verhalten aus. Von uns ins Gebet genommen, gesteht er, dass ihn eine Magierin in einem Gasthaus auf dem Weg in die Stadt dazu angestiftet hätte. Über den Gashoker Forst hören wir unisono dass es dort kontaktscheue Waldelfen geben soll (wissen wir schon) und dass es dort spuken soll (hilft uns nicht weiter).
Tags: donnerwacht, dsa, rsp
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