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Graf Hardimund
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Maelin Mallory sucht das Abenteuer (Lyonesse 1.2)

Die Helden von Lyonesse decken in einem Wirtshaus dämonische Umtriebe und illegalen Einhornhandel auf.

Da ist nun also immerhin ein Teil des Problems von Jüngling und Maid gelöst – und die andere Hälfte scheint die interessantere zu sein. Außerdem ist der erste Spielabend der Kampagne noch gar nicht rum, ich musste nur am Sonntag vorzeitig aufhören zu schreiben, weil ja auch noch eine DSA-Runde anstand. Aber zurück zu den offenen Fragen:

  • Warum ist Alysane, die Tochter des Grafen Gorbas, nicht ansprechbar?

  • Warum hat sie überhaupt die väterliche Burg verlassen?

  • Ist sie verzaubert?

  • Unterliegt sie dem Wirken einer Gottheit, eines Dämons oder einer Fee?


Als der Zaubertanz getanzt ist und alle wieder bei sich sind, drängt Scholar Maelin Cadrick dem Schwarzen und seinen Grenzläufern ohne weitere Rücksprache mit seinen Gefährten ihre Hilfe auf: Man werde sie zur Kettenburg begleiten und dort mit dem Grafen erörtern, wie der Feenfluch (auf die Deutung hat sich Maelin festgelegt) zu brechen sei.

Die Gefährten sind wenig begeistert: Sir Balmor Mac Gareth sieht die heilige Mission gefährdet, seinen Schützling zu Tamurello zu bringen. Denke Maelin denn gar nicht mehr an die Weltrettung? Tom Scarlett und der grimmige Corraidhín denken hingegen mehr daran, sich nicht noch mehr Probleme aufzuhalsen. Maelin hingegen erklärt den Weg zum Ziel, den Dienst an Graf und Tochter zu seiner Pflicht als Edelmann und die Lösung des Feensfluchs zum Teil seiner Ausbildung zum Zauberer. Die drei Bediensteten des Grafen sind ebenfalls wenig begeistert, wehren sich aber auch nicht.

Das Gasthaus zum wütenden Einhorn
Als erstes gilt es, gemeinsam die Pferde wiederzufinden, die der geflohene Königsbote nach Absprache mit Maelin, in der Nähe versteckt (unsere) bzw. möglichst weit weg gejagt hat (deren). Die Dame kommt also auf unser Packpferd, wir reiten, die Grenzwächter laufen. So erreichen wir das Gasthaus "Zum Geköpften Mann", das uns zum Abendessen Rebhühner in Minzsoße und zur Bequemlichkeit Einzelzimmer bietet. Letzteres ist wichtig, damit der Rote Tom auf Maelins Drängen heimlich ins Zimmer der Grafentochter einsteigen und sie ungestört auf einen Feenfluch untersuchen kann. Zähneknirschend fügt er sich in diesen Wunsch, klettert hoch und auch gleich wieder runter, um sich keine unnötige Arbeit oder Ärger einzuhandeln, obwohl doch sogar Corraidhín drinnen auf dem Flur die Grenzläufer ablenkt.

Mehr Energie steckt Tom in die Erkundung der Scheune, wo andere Gäste des Gasthauses einen mysteriösen Planwagen abgestellt haben. Unter der Plane findet er in einem Käfig zwei Einhörner, ein schwarzes und ein weißes. Das ist wohl auf den Elder Isles (der Welt von Lyonesse) und speziell im Königreich Dahaut gar nicht mal so exotisch. Der König von Dahaut benutzt immerhin ein Gespann mit sechs Einhörnern als Staatskarosse. Allerdings sollen die Feen aus dem nahen Wald von Tantrevalles auf die Entführung magischer Kreaturen sehr ungehalten reagieren – mal ganz abgesehen von den magisch-praktischen Problemen, die Transport und Haltung von Einhörnern mit sich bringen.

Vorurteile gegen Ys
Dame hin, Einhörner her, als nächstes gilt unsere Aufmerksamkeit einem Singsang, der von einer Lichtung aus dem Wald herüberweht. Eine Gruppe von Reisenden aus Ys, die wir im Gasthaus gesehen haben, hält dort eine obskure Zeremonie ab. Die Stadt Ys nimmt auf den britannisch-keltisch-ritterlichen Elder Isles eine Exotenstellung ein. Sie soll vor urdenklichen Zeiten von Phöniziern gegründet worden und noch ein Hort uralter magischer und finsterer Geheimnisse sein. Aber es sind hoffentlich nur unbegründete Vorurteile, die Sir Balmor, Corraidhín und Tom Scarlett hier eine Dämonenbeschwörung erkennen lassen.

Das und wie seine Gefährten damit umgehen, bekommt Maelin allerdings nicht mehr mit, weil er jetzt doch an seine Reise denken muss: Die Bahn baut mal wieder irgendwas zwischen Lengerich und Osnabrück und hat die letzten beiden Züge in der Samstagnacht gestrichen.

Inzwischen hat der Spielleiter dankenswerterweise selbst einen Spielbericht herumgeschickt. Neben vergessenen oder missverstandenen Namen und korrekten Schreibweisen von Barbaren, die ich in meinen Beiträgen mal sanft nachtrage und berichtige, gab es noch Details zu den Geschehnissen im Gasthaus, die ich nicht mehr mitgekriegt oder vergessen habe:

  • Der Wirt vom "Geköpften Mann" trägt den Namen Gax (oder Drax oder Wax) und kupferrotes Strubbelhaar und steht im Verdacht, eine Fee zu sein.

  • Die Gäste außer uns sind eine Gruppe von Einhornfängern, einer von ihnen heißt Drobb, ein Feenführer mit Darklingblut; sowie drei geheimnisvolle Reisende aus Ys.

  • Letztere haben in dem erwähnten Ritual die Hilfe eines "Kettensprengers" (ein Gott vielleicht?) angerufen, um den Weg zu den Knochen des Agron gewiesen zu bekommen.

  • Man kann dann doch noch einen näheren Blick auf die verwirrte Alysanne werfen, ohne ihr Geheimnis zu enträtseln

  • Am nächsten Tag geht es dann nach einer Gib-was-dumagst-Begleichung der Zeche weiter zur Burg von Graf Gorbas.

Tags: brp, lyonesse, rsp, runequest
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