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Graf Hardimund
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Grim mischt Lowangen auf

Die DSA 5 Donnerwacht-Kampagne stümpert sich durch eine Recherche in Lowangen und findet ganz mühsam zurück auf die Spur des Elfengeheimnisses. Ulfried ist erst verliebt und dann verzaubert und Grim ganz schnell wieder draußen.

Dass der Besuch in Lowangen eine Enttäuschung wird, hat sich beim letzten Mal ja schon angedeutet. Die erhoffte Unterstützung von Elcarna oder Mayla Mondhaar blieb aus. Die Nummer drei der Akademie der Verformungen war wenig hilfreich und der uns als heißeste Spur genannte elfische Experte für Altelfisch, Visalyar Wassertänzer, war ebenfalls verreist, angeblich ausgerechnet in den Thasch. Auch der Phexgeweihte Viburn war längst nicht mehr in der Stadt. Dass Jäger Ulfried und Tierkrieger Grim in der Svelt-Metropole eine Vorgeschichte haben, daran erinnerte eigentlich nur der verblichene Steckbrief am Stadttor. Da waren wir schon fast versucht, mal bei Puschinske in der Halle der Macht oder im Alchimielabor des Flüsterers anzuklopfen um überhaupt mal ein bekanntes Gesicht zu sehen. Einstweilen blieben sie vor der Stadt (Elf Elion Honiglocke war erneut verhindert).

Dolgan sieht nix
Mal eben schnell im Alleingang alle verfügbaren Informationen einsammeln, mag Zwerg Dolgan Sohn des Forn dann doch nicht. Beim ersten Besuch im Hesindetempel stellt er sich auch nicht sonderlich geschickt an. Dass das ominösen Elfenschriftzeichen vom altelfischen Pergament auch direkt vor seiner Nase auf einem Wandbild prangt, muss ihm erst der Tempelvorsteher Melchior Arenbruch stecken. Trotz mittlerweile offenkundig gewordener phexischer Verbindungen will er auch nicht die Lowanger Hochgeweihte Karnilia Gillian um einen Gefallen bitten. Also müssen Ulfried und Grim auf dem Weg in die Stadt gelangen, auf dem sie sie vor zehn Jahren verlassen haben: mitten in der Nacht durch den Fluss.

In der Stadt quartieren sie sich in der Absteige „Große Freiheit“ ein, saufen sich einen im „Orkentod“ und versuchen ansonsten, unauffällig zu bleiben. Ulfried verlässt sich dabei auf die Spuren, die zehn Jahre in seinem Gesicht hinterlassen haben, und eine Kapuze. Grim verkleidet sich als Thorwaler, was eher nicht so überzeugend ist. Egal, am nächsten Tag ist ohnehin erst einmal Bibliotheksrecherche im Hesindetempel angesagt, und da sind wir ziemlich unter uns. Und mäßig erfolgreich.

  • Die elfischen Inschriften aus der Harpyienhöhle hat sich Dolgan bereits von Melchior Arenbruch durch ein Hesinde-Wunder übersetzen lassen.

  • Über dem Eingang zum Komplex steht: „Sehet die fünf die das Bündnis schlossen.“

  • Die zweite preist: „Gorwindor der-das-Andenken-wahrt, Herr der Steppe, gewaltiger Bruder, Freund der Ahnen, Wächter vor dem Vergessen. Unser Lied gilt dir. Dank dir und deiner Weisheit wurde das Bündnis geschlossen. Siehe die fünf die es vollbrachten.“

  • Für den Namen Gorwindor stehen offenbar auch die Glyphe von Pergament und Wandbild.

  • Gorwindor soll ein Riese im Orkland sein.

  • Das Bild zeigt eine von Wald überwachsene Turmruine in einem elfisch anmutenden Baustil.

  • Die Bilder im Tempel (von denen kein weiteres irgendwelche erkennbaren Verbindungen zum Elfengeheimnis zu haben scheint) hat vor 200 Jahren ein Geweihter namens Barian von Lowangen gemalt, der sich von aller möglicher Reiseliteratur hat inspirieren lassen.

  • Diese fand er allerdings nicht in seinem Tempel, sondern in den offenbar weit besser sortierten Bibliotheken der beiden Magierakademien.


Ulfried ist hin und weg
Da ist es doch ein Glück, dass Ulfried und Grim, als sie gerade ein Pausenbier auf dem Marktplatz nehmen, von einer jungen Magierin von der Halle Macht angesprochen werden. Mari Hatariem ist nicht nur allumfassend gutaussehend, wohlriechend und sympathisch, sondern auch sehr an unseren Nachforschungen interessiert, von denen ihr ihr Freund, Hochwürden Arenbruch, schon berichtet habe. Gerne würde sie uns Zugang zu ihrer Akademie verschaffen. Als Gegenleistung sollen wir sie auf unsere Expedition mitnehmen.

Ulfried ist sofort hin und weg. Grim bleibt misstrauisch. Schon der Name klingt irgendwie nach Cousine von Ariana Meletaniem und auch sonst sehr verdächtig. Und überhaupt läuten bei „Halle der Macht“ die Alarmglocken. Wir vertragen uns auf den Abend. Da ist der Jägersmann aufgrund anderer Ereignisse dann allein, was ihm sicherlich recht ist und der Magierin erst recht. Sie belegt ihn mit einem Bannbaladin und Ulfried quatscht bereitwillig alles aus, was er weiß. Glücklicherweise haben wir da noch nicht furchtbar viel herausgefunden und Ulfried hat auch noch das eine oder andere vergessen. Etwas enttäuscht zieht sie von dannen, nachdem sie ihren nun nutzlosen, aber immer noch geschwätzigen Informanten mit einem Somnigravis schlafen geschickt hat.

Grim platzt der Arsch
Bis es aber soweit ist, versuchen wir unser Glück noch einmal bei der Akademie der Verformungen und bitten Nummer Drei um einen Bibliotheksbesuch. Der lehnt ab, denn da könne ja jeder kommen. Grim platzt der Arsch und er erklärt, dass er keineswegs irgendwer ist, sondern bereits mit Elcarna den Sternenfall diskutiert hat, mit Mayla Mondhaar in Sachen „Grünes Ding“ zusammengearbeitet und überhaupt sollte man sich in Lowangen ja wohl an Grim bren Barthak erinnern.

Das tut Nummer Drei jetzt in der Tat und faselt etwas von „besser gehen“ und „Stadtwache“. Na schön, dann eben nicht. Grim verlässt die Akademie, tritt noch in der Markthalle einen Stand um, beschimpft die Ordnungskräfte und verlässt die Stadt auf dem üblichen Weg. Die anderen beiden gehen auch: Ulfried zu seinem schon beschriebenen kurzen Glück mit Mata Hari Mari Hatariem und Dolgan tingelt ziemlich verzweifelt durch die Tempel, ob man ihm als Bruder in den Zwölfen nicht irgendwas stecken könnte.

Dolgan findet das Glück im Rahjatempel
Beim letzten im Zwölferkreis wird Dolgan fündig. Die Rahja-Geweihte Elaioe Tausendschön ist nämlich mit dem im Thasch verschollenen Visalyar Wassertänzer liiert und erwartet ihn morgen zu ihrem Tsatag zurück. Tatsächlich enttäuscht der Elf sie und uns nicht und ist auch bereit, zu helfen. Er bestätigt die Deutung des altelfischen Zeichens als Gorwindor und klärt uns außerdem auf, dass Menschen und Orks ihn unter dem Namen Neunfinger kennen. Der eine oder andere verdiente Held vergangener Editionen hat vielleicht schonmal dessen Daumen durchs Orkland geschleppt. Der Riese selbst soll sich aber (abgesehen von der Sache mit dem Daumen) bester Gesundheit erfreuen und irgendwo im Westen zwischen Greifengras und Ogerzähnen leben und sich von Greifen und Ogern ernähren.

Außerdem verschafft Visalyar den verbliebenen Helden endlich Zugang zur Akademie-Bibliothek und zu dem Bericht von einer Expedition, aus dem der Wandmaler die Inspiration für das Turm-mit-Glyphen-Bild hatte. Darin ist die Rede von

  • einem Landstrich, in dem keine Menschen, sondern nur wilde Orks und Elfen leben

  • besagtem Wald und besagter Turm-Ruine

  • einem gut erhaltenen Keller, der mit der Riesenruine verziert und von Magie durchwirkt ist

  • unfreundlichen Elfen, deren Anliegen: „Rosenohren raus!“ die Expedition aber verständnisvoll nachgibt.


Die Verortung der Örtlichkeit im „Land am Svelt“, auf dem Weg zu einem „Gebirge in dem die magische Kraft ungehindert fließen“ soll, hilft uns nicht weiter. Proben auf Geopgarphie ergeben aber, dass es sich nur um den Wald bei Gashok handeln kann. Dann also hin da. Oder doch nicht? Ist es leichter, eine überwucherte Ruine im Wald oder einen neunfingrigen Riesen in der Steppe zu finden? Und wenn wir fündig werden, brauchen wir dann das Wissen des Riesen, um in der Ruine weiterzukommen, oder etwas aus der Ruine, um beim Riesen weiterzukommen? Das Dilemma ist schon aus der Donnerwacht bekannt, nur die potenziellen Umwege werden größer. Was für den Gashoker Wald spricht: das ist nur etwa ein Viertel der Strecke. Wenn der Weg zum Riesen der Umweg ist, wäre es ein riesiger Umweg.
Tags: donnerwacht, dsa, rsp
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