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Graf Hardimund
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Grim schließt ein Bündnis

In der DSA 5 Donnerwacht-Kampagne diskutieren die Helden mit Noioniten und Rondrianern und entscheiden sich schließlich für die Harpyien als vernünftigste Partner.

Nach der Rettung der drei entführten Siedlermänner diskutieren Zwerg Dolgan Sohn des Forn, Jäger Ulfried und Tierkrieger Grim das weitere Vorgehen (Elf Elion Honiglocke muss diesmal seine Stimmbänder schonen): Sollen wir zur Harpyienhöhle zurückkehren und uns mit Gewalt oder guten Worten Zugang zum Geheimnis hinter der Tür verschaffen? Oder erstmal bei klügeren Leuten als dem Ritter Borckfried mehr Hintergrundinformationen einholen? Und zu guter Letzt stehen Dolgan, Ulfried und Elion ja noch bei den Händlern Praiomon Gerster und Mia Hilmrada im Wort, die sie nach Lowangen begleiten sollen. Wir entscheiden uns für den Mittelweg und der führt uns über das Noionitenkloster Golgaris Ruh und die Festung Greyfensteyn zurück zu Höhle.

Keine Harpyienentführten in Golgaris Ruh
Das Kloster Golgaris Ruh liegt ziemlich uneinnehmbar und unbeeindruckbar auf einem Hügel ein paar Wegstunden von Finstertrutz entfernt. Abgesehen von der Lage sollen auch die unheimlichen Laute der dort betreuten Wahnsinnigen die Orks von einer Eroberung abgehalten haben. Da hoffen wir auf ein ordentliches Ordensarchiv – und werden enttäuscht.

Zwar gibt es eine Chronik, die bis zur Gründung des Klosters in den Ruinen eines älteren Gebäudes vor 80 Jahren zurückreicht,was je nach Heldenperspektive als „schon sehr lange“ (Grim) oder auch „also jünger als ich“ (Dolgan) bewertet wird. Aber so wenig sich die Orks um das Kloster, so wenig hat sich auch das Kloster um seine Umgebung gekümmert. Auch gab oder gibt es nach Auskunft von Abt Boronian keinerlei Patienten, die behaupten, von Harpyien entführt und zu sexuellen Handlungen gezwungen worden zu sein.

Kein Blitz der Erkenntnis bei den Rondrianern
Unsere nächste Anlaufstelle ist die Burg Greyfenstein, eine Art Castell del Monte, das vor ein paar Jahren vom Orden der Wahrung zu Rhodenstein erobert wurde. Davor hausten dort zuletzt die Orks, was die Aussicht auf ein ergiebiges Archiv natürlich dämpft. Andererseits sind die Rhodensteiner so etwas wie die Historiker und Bibliothekare der Rondrakirche. Also sollte es da doch vielleicht etwas zu holen geben. Abt Geron Fulmidian von Rhodenstein gewährt uns auch gerne Zugang zur Bibliothek, wo wir aber nichts Relevantes finden.

Die wichtigste Information, die wir mitnehmen können, ist, dass ein größerer Orkangriff gerade ungelegen käme, weil ein Großteil der verfügbaren Truppen zum Flaggezeigen im Sveltland unterwegs ist. Na dann … An dieser Stelle verabschieden wir uns von Mia Hilmrada, die ihre Ochsengespanne weiter über Yrramis nach Lowangen lenkt und kehren über Finstertrutz zur Harpyienhöhle zurück.

Kein Fachmann für Elfen-Epigraphik
Der Wagemut zahlt sich aus. Wir machen Bekanntschaft mit Briodala, einer eulenkörperigen Harpiye, und mit Kassiera, der elfenohrigen Königin der Harpyien. Die durch den Orkangriff dezimierten Flatterchimären zeigen sich dialogbereit und willig, das Geheimnis hinter der Tür mit uns zu teilen. Wie genau das Teilungsverhältnis sein soll, bleibt erst einmal offen. Und am Ende geht es, wie sich zeigen soll, nur um Information, und die kann ja im Idealfall beliebig geteilt werden, ohne dass irgendjemandem etwas fehlt.

Die Harpyien führen uns zu der geheimnisvollen Tür, um die herum mutmaßlich altelfische Zeichen dann und wann aufleuchten. Da „Freund“ sagen nicht zieht und für tiefergehende elfen-epigraphische Untersuchungen das Fachwissen fehlt, greift Dolgan Ulfried (Nachtrag: Es war tatsächlich der Jäger, das Schloss öffnete; spätere Rezipienten werden aber den Überlieferungsstrang, der das dem Zwerg zuschreibt, glaubwürdiger finden.) einfach mal da, wo es gerade leuchtet, in den Spalt zwischen Tür und Rahmen und schon öffnet sich das Portal.

Die abenteuerkündende Höhlenmalerei
Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte mehr als nur ein paar Stichworte notiert oder die dann wenigstens leserlich. Oder ich hätte mich zügig nach dem Spieltag ans Aufschreiben für den Blog gesetzt. Aber andererseits ist es ja auch irgendwie gutes Rollenspiel, wenn man dem analphabetischen Barbaren das Bloggen überlässt und das dann schief geht.

Hinter dem Portal finden wir einen weiteren Saal mit Wandmalereien und einer weiteren Malerei und elfische Zeichen auf einem Pergament im Schulwandkartenformat. Außerdem stecken uns die Harpyien noch ein paar Informationen. Was des Folgenden aus welcher Quelle stammt, ist nicht immer ganz klar.

  • Wir sehen jedenfalls Darstellungen von Elfen an einer Brücke, einer der berühmten elfischen Regenbogenbrücken.

  • Es handelt sich um eine weißhaarige Elfe, die mit Blütenblättern dargestellt wird sowie zwei weitere Frauen und zwei Männer.

  • Ein Kessel ist zu sehen (oder wird erwähnt?), was Grim hellhörig macht, denn der kam auch in dem Traum vor, mit dem ihn der Bärengeist ins Abenteuer geschickt hat.

  • Außerdem ist die Rede von einer „mächtigen Waffe“, die hier erschaffen wurde, dem „Geist der Steppe“ und jemandem, „der das Andenken wahrt“ (auch das kommt Grim bekannt vor).

  • Ich weiß jetzt aber wirklich nicht mehr, was ich mir unter einer „güldenen Muschi“ vorstellen soll.

Nachtrag: Am Spieltag darauf tragen wir noch einmal vergessene Informationen zusammen und spulen kurz zurück, das Elf Elion noch eine Frage an die Harpiyen hat:

  • Das Wort mit "M" könnte auch Melodie heißen. Die war allerdings nicht golden, sondern elfisch-zweistimmig gesungen. Sie erklang, als das Pergament golden aufleuchtete und löste bei Harpyien und Helden Visionen aus, die zu den weiteren Erkenntnissen führen.

  • Über besagte Regenbogenbrücke kamen die erwähnten fünf Elfen unter Jubel der Elfenmassen und Blumenregen aus einer (auch von unserem Elfen-Legendensänger nicht näher identifizierbaren) Elfenstadt herabgestiegen.

  • Anschließend hantierten die fünf Elfen mit dem Kessel herum, über dem ein dunkler Schatten latg, was aber niemanden zu beunruhigen schien, am allerwenigsten die weißhaarige Elfe

  • Die erwähnte Waffe soll sich explizit gegen die Orks, den "vielzahligen Feind"

  • Statt vom "Geist der Steppe" war vom "Herrn der Steppe" die Rede

  • Als Elion bei seinen gelehrten, aber wenig konkreten Deutungen der Bilder den Namen "Pardona" erwähnte, merkte die Kassiera sichtlich auf.

  • Überhaupt habe ich mehr und mehr den Eindruck, als erinnere sich die Harpyienkönigin an die in den Bildern dargestellten Dinge. Ist sie eine Zeitzeugin, vielleicht sogar eine der dargestellten Elfen?


So oder so. Da die Begegnung mit dem Harpyien so viel ergiebiger verläuft als all unsere Bemühungen um Informationen bei den Menschen, beschließen wir, uns unserer gegenseitigen Unterstützung zu versichern. Jedenfalls sind wir uns einig, dass die „mächtige Waffe“ nicht in die Hände von Orks fallen soll.

Apropos Orks
Als wir die Höhle verlassen, erwartet uns Orcheggz, der sich wohl bei den Orks desThasch weiteres Harpyienfutter besorgt hat. In einer gemeinsamen Anstrengung mit unseren neuen Freundinnen schlagen wir den Angriff zurück, doch Orcheggz lässt uns noch wissen, dass wir nicht lange an unserem Sieg Freude haben werden, denn sein Orkboss sei bereits mit noch viel mehr Leuten hierhin unterwegs.

Das wären dann Ork-Dimensionen, die für unsere Harpyien, aber auch für Ritter Borckfried in seinem Turm und noch mehr für die Leute, die drumherum wohnen, mehr als bedrohlich wären. Also schließen wir die Höhle, packen die Elfenpergamentschulwandkarte ein und machen uns auf nach Finsterstrutz. Auch die Harpyien machen die Flatter. Der Ritter beschließt, sich mit seinen waffenfähigen Leuten sowie dem Händler Praiomon Gerster und Gefolge im Turm zu verbarrikadieren, während wir die Greise und Kinder nach Greyfensteyn eskortieren. Von dort wollen wir nach Lowangen weiterreisen, wo wir uns mehr Informationen zur Einordnung des eben Entdeckten erhoffen.
Tags: donnerwacht, dsa, rsp
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