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Graf Hardimund
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Nekomo geht ins Licht

Lobet Praios! Die Quanionsqueste ist zu Ende. Das Licht kehrt zurück, aber nur einer der vier Lichtsucher.

Tja, nun sind wir durch. Das Heilige Licht erstrahlt wieder in Gareth, alle Hirten und Schäflein sind sehr ergriffen und immerhin einer derer, die dafür buchstäblich durch die Niederhöllen gegangen sind, ist leibhaftig dabei. Doch auf der Queste geläutert, ist er so weise geworden, dass er jeden Dank, mit dem man ihn bedenken könnte, demütig zurückweisen würde.

Schrieb ich Niederhöllen? Als Magier Devon, Se. Gnaden Praiowin, Praiosritter Praiofold und Nekomo, der Uthulu-Krieger, gegen den Bal'Iriadh kämpften, befanden sie sich nach Devons Einschätzung bereits im Limbus. Sie obsiegten knapp, und glücklicherweise kamen die Seelen verewigter Heiliger der Praioskirche herbeigeflattert, um uns 4W6 Lebenspunkte zu schenken.

Ja, Niederhöllen
Die nächste Station unserer transsphärisch-spirituellen Reise führte uns in eine Szenerie, die so aussah, wie sich der halbwegs gebildete Aventurier die Niederhöllen vorstellt. Wir standen auf einer irrwitzig hohen Felsnadel, umgeben von einer Ebene, als hätte Hieronymus Bosch sie gemalt – und sich auch gleich den Soundtrack dazu ausgedacht. Dämonen, so zahlreich und seltsam, dass nichtmal ein Sphärenkunde-Wurf unseres Geweihten da Ordnung reinbringen konnte, flatterten umher. Und aus einem mit Lava gefüllten Spalt erklang das Schreien von Myriaden gequälter Seelen.

Devon und Nekomo, die von Praios erwählten Sumyrdalun, schauten, wo es weiterginge. Und siehe! Da war ein Silberstreif am Horizont, jenseits von Ebene und Spalt. Da Runterklettern keine Option war und limbisches Schweben laut Devon auch nicht ging, musste Indiana Jones helfen. Praiowin hub an, eine Brücke des Glaubens herbeizubeten und die anderen stimmten mit ein und ein jeder konnte Strukturpunkte in Höhe seines Mutwerts beisteuern.

Sogleich flogen die schon erwähnten Dämonen heran und begannen, die Brücke zu zerschmeißen. Wir mussten sie überqueren und beschützen und zugleich uns nicht vom Beten ablenken lassen, denn sonst waren die jeweiligen Strukturpunkte weg. Gar nicht so einfach, wenn der Praiot größtenteils leergewundert und der Herr Praios fern ist; wenn dem Magier nur Sprüche mit dem Merkmal „dämonisch“ erlaubt sind, die er nicht hat, und er zudem von Höhenangst geplagt ist. Gerettet hat uns vor allem Praiofolds wundersamer Praiosritterschild.

Abgerechnet wird zum Schluss
Am Ende der Brücke traten oder vielmehr rannten wir einmal mehr durchs Licht und kamen heraus auf einer Ebene, die ein wenig an ein marmornes Spielbrett erinnerte. Die Trophäe, um die wir schon die ganze Zeit gespielt haben, schwebte in der Mitte: eine golden strahlende Sphäre, in der jedoch unheilige schwarze Schlieren waberten. Das Licht war immerhin etwas im Vorteil.

Vor dem Gang zum Finale nach Ancchir hatte der Spielleiter uns folgende Bilanz unserer Taten vorgerechnet:

  • +2 Das Treiben des Widersachers im Eisenwalder Glaubensstreit erfolgreich bekämpft

  • +2 Großinquisitor da Vanya befreit

  • +2 Der Gong von Hallklee erklingt wieder

  • +2 Vater Jesper gerettet und die Dunklen Ritter besiegt

  • +1 Göttlicher Funke in Gashok gerettet

  • +3 ein neuer Praiostempel in Gashok

  • +3 Harmonie des Bernsteinschlosses gewahrt

  • +3 Die Wahrheit über Praisoslob von Selem offenbart

  • +1 Daradors Klinge geläutert

  • +2 Die Auseinandersetzung über Magie und Recht beeinflusst

  • +2 Die Vierte Säule des Praiosglaubens

  • +1 Gashok zum Glauben geführt


  • -1 Im Eisenwalder Glaubensstreit zu spät den Paktierer entlarvt, um den Baron zu retten

  • -1 In Gashok den Lichten Lan und verschiedene andere Ereignisse und Personen nicht gerettet/ignoriert

  • -1 Goswyn von Wetterau nicht gerettet

Macht zusammen 21 Punkte für das Licht durch eure Taten.


Jetzt klebte an dem Licht des Herrn ein Zähler, der bei etwas über 70 stand (die genaue Zahl habe ich mir nicht gemerkt) – also vermutlich 50 (Gleichgewicht ohne unser Eingreifen) + 21 (unsere Taten) + x (aus den Prüfungen im Finale). 100 Punkte, und das Licht gehörte uns.

Zählkandidaten aus dem Limbus
Nun ist eine wichtige DSA-Kampagne nicht denkbar ohne die Beteiligung wichtiger NPC, die dann auch prompt aus dem Limbus kamen. Allerdings diesmal nicht, um uns die Show zu stehlen, sondern nur um Punkte zu liefern – für unsere und für die Gegenseite.

Auf der guten Seite kamen aus der Kampage bekannte Gesichter wie Vater Jesper, Lumin Ehrwald und Großinquisitor da Vanya, aber auch unbekannte Geweihte und Laien, die Praios als Sumyrdalun auserwählt hatte. Die Bösen warteten mit Paktierern und Gefallen auf, wie dem schon in der Übersicht erwähnten Baron aus dem Eisenwald. Und alle wollten ins oder ans Licht.

Blakarhatz löste erst einmal ein paar Pakte ein und Paktierer auf, die unseren Zählerstand senkten. Ein paar Gute gingen auch ins Licht und spendeten, je nach Heiligkeit mehr oder weniger Punkte. Paktierer umzubringen, war keine so gute Idee, wie Nekomo gedacht hätte, denn auch zählte für die Gegenseite. Stattdessen konnte wir (temporäre und richtige) Karmapunkte in das Licht hineinbeten, was allerdings nur beim Geweihten Praiowin richtig effektiv war. Der konnte zudem den gefallenen Baron umdrehen und doch noch dessen Seele und uns damit Punkte retten.

Wer opfert sich?
Etwas überraschend hatte sich Sonnenritter Praiofold nicht Nekomos Angriff auf die Paktierer angeschlossen. Stattdessen trat er an das Licht heran und hinein. Sich zu opfern, hatte er schon länger geplant, als Preis für den Deal mit Daradors Klaue. Jetzt brachte es satte 12 Punkte. Als sich so die Waage immer mehr zugunsten des Lichts neigte, trat ein bislang neutraler Beobachter aus dem Dunkel: Zadik von Volterach, „Der auf fremden Altären opfert“, ein „Auge des Namenlosen“, wäre ein Unentschieden zwischen Praios und Blakarhatz lieber, und so griff er uns jetzt mit einem bösen Dolch und namenlosem Pech und Schwefel an.

Da machte sich das Fehlen von Praiofold gleich bemerkbar. Zwar gab es pauschal gewürfelte Unterstützung von guten und bösen NPC, doch die Hauptlast blieb an Devon, der bald kampfunfähig wurde, und Nekomo hängen. Schließlich hatte Zadik genug und zog sich in den Schatten zurück.

Da wir keine spektakulären Ideen mehr hatten, um an mehr Punkte zu kommen und Blakarhatz immer noch Paktierer opfern konnte, konnten wir uns ausrechnen, was zu tun war. Nekomo nahm den hilflosen Devon und trug ihn ins Licht. Da Devon zwar bewusstlos war, aber seine Seele noch einwilligungsfähig, nahm Praios sein Opfer an. Auch wenn anderes geargwöhnt wurde, blieb Nekomo nicht zurück. Auch er trat ins Licht und lieferte seine 12 Punkte ab. Das war mehr als genug.

Das Licht drängte die letzten erzdämonischen Verunreinigung zurück und erschien wieder in Aventurien, wo es hingehört: in der Stadt des Lichts. Ebenso kehrten alle noch nicht erschlagenen oder geopferten Sumyrdalun zurück. Der einzige Spielercharakter darunter ist ausgerechnet unser Geweihter Praiowin von Ehrenstein, hoch geborener und tief gefallener Diener des Praios, jetzt von den Sünden der Vergangenheit reingewaschen und aller weltlichen Ambitionen ledig. Eigentlich wäre er der ideale nächste Bote des Lichts.
Tags: quanionsqueste
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