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Graf Hardimund
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Nekomo begegnet dem Heiligen

Lobet Praios! Die DSA 5 Quanionsqueste erkundet die Festung am Ende der Welt und lässt sich beschwurbeln.

Mit einem ungefährdeten 3:0 an der Bremer Brücke im Rücken, aber ein wenig enttäuscht von der Bahn, kommen Geweihter Praiowin und Stammeskrieger Nekomo am Praiostagabend, etwa eine Stunde später als geplant, in Aventurien an. Magier Devon, Sonnenritter Praiofold und Phexgeweihter Tassilo haben derweil noch einmal die Lage im Bernsteinschloss rekapituliert. Wir befinden uns:

  • im ewigen Eis

  • in einer abgestürzten Festung der Gryphonen

  • in einer anderen Zeit, nämlich im 6. Zeitalter

  • belagert von langsam aus dem Bernsteineis auftauenden Insekten

  • ohne bekannten Rückweg in unsere Zeit

  • wo uns eh nur der Tod durch Verhungern oder Erfrieren erwartet


Wir (außer Nekomo, der immer noch im Bann des Namenlosen Zweifels steht) beschließen, auf Praios zu vertrauen und das Schloss zu erkunden. Tassilo hat, ebenso wie Nekomo, Visionen eines Mannes in einem Spiegel mit einem schwarzen Mahlstrom als Auge, der ihm nahelegt, „nach unten“ zu gehen. (Später identifizieren wir ihn als Zadik von Volterach, „Der auf fremden Altären opfert“, ein „Auge des Namenlosen“) Also lotst der Phexgeweihte die Gruppe erst einmal durch ein Turmtreppenhaus in die Tiefe der Festung, die sich wenigstens sechs (Riesen-)Stockwerke tief ins Eis erstreckt und freigelegt wohl wie eine Wostok aussehen müsste.

Als wir im Zentrum von Praios' Raumschiff der Festung der Gryphonen einen Fahrstuhl finden, setzt sich jedoch Praiowin durch: Statt nach dem Willen Phexens des Namenlosen weiter nach unten lassen wir uns ganz nach oben tragen und erreichen einen Thronsaal, in dem ein drei Meter großer humanoider Säbelzahnlöwe thront, offenbar lebendig, aber unter einer magischen Glas(?)-Schicht gefangen.

Da unsere gruppeneigene Erkenntnisfähigkeit bei „ja, das ist ein Gryphon“, „ja, das ist magisch“ und „hat was mit Temporalmagie zu tun“ endet, ziehen wir den NSC-Joker und lassen uns von Äbtissin Quenia Goldwige vom Berg per Visionsliturgie ins nächste Level befördern.

Visionen von Gut und Böse
Dort finden wir selbigen Gryphonen aus dem Thronsessel aufgestanden vor, wie er im Zeitlupentempo auf ein Portal zustrebt, wogegen er sich offenbar mit seiner Willenskraft zu stemmen versucht. Hinter dem Portal befindet sich ein Garten mit reifen Früchten, niedlichen Tieren und fröhlichen Kindern, die alle einen Stich ins Schwarz-Violett-Purpurne haben. Auf der anderen Seite öffnet sich eine Tür in die Stadt des Lichts. Dort erscheint uns der heilige Quanion und fordert uns auf, einen Spiegel zu zerschlagen, um den Gryphonen vor der Versuchung durch den Namenlosen zu retten.

Spiegel gibt es im Schloss viele, und eh wir versuchen wahllos welche in der Wirklichkeit zu zerkloppen, suchern wir uns lieber einen in der Vision, wo wir schonmal da sind. Dazu betreten Praiofold und Praiowin den Garten der Namenlosen Verlockungen, widersetzen sich Einflüsterungen, die mit Macht, Rache und einem besonderen Schwert zu tun haben, und zerschlagen ein Prisma, das im Namenlosen Teil des Farbspektrums leuchtet. Das ist zwar offenbar noch nicht der gemeinte Spiegel, schaltet aber das nächste Visionslevel frei:

In einem Sumpf, wo die Rattenpilze blühen, müssen wir uns durch ein klebrig-aggressives Pandämonum quälen und gegen eine Namenlose Insektenfauna anstürmen. Dort endlich darf Praiofold den Spiegel des Bösen in myriaden Splitter hauen.

Die vierte Säule der Kirche
Und siehe: Wir sind wieder in dem Thronraum und der Gryphone hat wieder Platz genommen. Und uns erscheint erneut der Heilige Quanion und auf unsere demütigen Fragen hebt er an zu schwurbeln, redet zu uns, sagt und spricht:

  • Wie er vor 900 Jahren, so haben auch wir nun dem Gryphonen Teram geholfen, der Versuchung durch den Namenlosen zu widerstehen.

  • Terams Aufgabe ist es, bis zum Ende der Zeit die sonnenfressenden Insekten im Bernstein gefangen zu halten.

  • Zu diesem Zweck hat Praios das Schloss samt umliegenden Insekten im 6. Zeitalter in einer Zeitblase festgesetzt.

  • Zum Dank enthüllt uns St. Quanion die Natur der verlorenen vierten Säule des Praiosglaubens.

  • Neben Wahrheit, Ordnung und Gerechtigkeit Recht ist dies die Vollkommenheit.

  • Diese ist naturgemäß nie zu erreichen, aber stets anzustreben.

  • Geschehen kann dies auf individuelle Weise durch Tugenden wie Demut, Hoffnung, Askese, Sühne und Gnade.

  • Wie bei der Quanionsqueste ist auch hier der Weg das Ziel.

  • Wo das Licht (heute) zu finden ist, weiß Quanion uns nicht zu sagen.

  • Wir sollen aber das Praiosorakel von Balträa befragen.

  • Was unser Überleben und unsere Rückkehr aus dem ewigen Eis betrifft, so sollen wir auf Praios vertrauen.


Äbtissin Quenia und unsere einzige verbliebene Nivesen-Führerin sind ergriffen. Wir sind eher enttäuscht. Wieder gibt’s kein Licht zum Mitnehmen und die wiederentdeckte vierte Säule ist kein theologischer Sensationsfund, sondern ein ziemlich beliebiges Geschwurbel, das alle und niemanden glücklich machen wird. Da hätten wir auch Anselm Grün oder den Dalai Lama fragen können.

Der SL merkt an: Als unwesentliche Ergänzung zum enttäuschenden Gespräch möchte der Heilige Quanion noch darauf hinweisen, dass er dem Sonnenritter erklärt hat, wie das Schwert zu reinigen ist. Aber das muss dann wohl als Nebensache im Geschwurbel untergegangen sein...

Wundersame Rettung
Immerhin das mit der Rückkehr und dem Vertrauen auf Praios stimmt. Als wir aus der Vision aufwachen, geschieht das nicht im Bernsteinschloss oder an den Bernsteinnadeln auf dem ewigen Eis, sondern an der Küste der Bernsteinbucht in Sichtweite von Glyndhaven, mitsamt unserer Ausrüstung und allen noch unaufgegessenen Schlittenhunden.
Tags: dsa, quanionsqueste, rsp
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