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Ugur und Ugur und vielleicht auch Ugur

Die Casual-Runde unter Woche installiert ein Neandertaler-Triumvirat und schenkt der Hydra neue Köpfe. Außerdem gibt es den ersten TPK.

Eigentlich wollten Lothgar von Verrätern, Valberon von den Freiheitssuchern und Gwinion von den Dämmerungssängern ja möglichst schnell zurück über das Gebirge, um einen Rabenhexenprozess in Gang zu bringen, während der Lange Lugh vom Silbernen Hügel den hintertreiben will. Aber aus spielleiterdispositorischen Gründen geht es nochmal bei den Neandertalern weiter mit dem Wissen um den verdopplungsfähigen Ugur – bei Spielern und Spielleiter, aber natürlich nicht bei den Charakteren. Die nehmen erst einmal den nach dem Vorfall mit dem schwarzen Sarkophag wiedererwachten Gwinion ins Gebet. Der faselt von einem Rabenprinzen (einem von neun) und erkundigt sich nach dem Verbleib von dessen Mantel. Wirklich viel schlauer ist danach niemand.

Zurück im Dorf der Neandertaler versucht Herzog Ugur noch einmal, die Helden für seinen Feldzug  gegen die vermutlich noch in der Hand der Wolfsleute befindliche Eisenmine im Südwesten zu begeistern. Die lehnen aber dankend ab. Während Ugur mit seinen Kriegern aufbricht, versucht Gwinion noch, den Neandertaler-Baumeister Sator in dessen Bedenken wegen Ugurs wachsendem Größenwahn zu bestärken. Dann bricht die Gruppe auf gen Heimat. Kurz hinter dem Dorf lässt Gwinion seinen Teil der gefangenen Wolfsleute frei.

Im Gebirgen treffen die Helden auf den Neandertaler-Kundschafter Malak, der am Ort des gemeinsamen Sieges über den Alten Wolf den Platz für ein Ugur-Monument vermessen soll. Auch er hat gewisse Zweifel. Unverhofft taucht aus dem Wald einer von Gwinions Freigelassenen auf und bittet um Hilfe: Ugur sei ins Dorf zurückgekehrt und plane, die anderen Gefangenen (unter anderem Rionas und Tsasis Anteil an der Beute) zu töten.

Im Dorf erfahren die Helden von Sator, dass Ugur überraschend ohne seine Krieger zurückgekehrt ist und alle Sklaven sowie einen Teil der zurückgebliebenen Neandertaler zur zerstörten Festung der Wolfsleute geführt hat. Zu welchem Zweck, habe er nicht erläutert. Sator ist nun jedenfalls sehr besorgt. In der Festung hat Ugur die – durch einen Voodoozauber der Neandertaler ruhiggestellten – eigenen Sklaven an verschiedenen Stellen Löcher graben lassen und einen überdimensionalen Hoplitenschild mit Minotaurenzyklopenkopf freigelegt, während die restlichen Gefangenen der Helden in einem Käfig auf ihre Opferung warten.

Ugurs Erklärungen finden die Helden weder überzeugend, noch überhaupt verständlich. Also müssen die Waffen sprechen: Freigelassenen-Mob kämpft gegen Neandertaler-Mob; Valberon, Gwinion und Lothgar gegen Ugur, der ihnen zunächst Tentakelschlangenarme entgegenschickt und sich als überragender Kämpfer (Major Hero) erweist. Der Lange Lugh hält sich zurück. Der Sieg ist am Ende sicher, kostet aber viele Hitpoints.

Der Minotaurenzyklopenkopfschild wird nun vollständig freigelegt, der tote Ugur enthauptet und es werden Boten ausgeschickt, um alle auswärtigen Neandertaler zur Volksversammlung zusammenzurufen. Kundschafter Malak kehrt vom Pass zurück und aus dem Osten an der Spitze des Heeres Ugur. Seine Behauptung, der tote Ugur sei wohl ein Gestaltenwandler gewesen und er weiterhin der bewährte Führer aller Neandertaler, wird von Helden und Volk mit etwas Skepsis aufgenommen. Auf Anregung Gwinions wird ein Triumvirat aus Ugur, Sator und Malak gebildet und dann der Sieg über den falschen Ugur gefeiert.

Am nächsten Morgen stellt sich die Frage, wem eigentlich der Minotaurenzyklopenkopfschild gehören soll. Ugur und die Helden sind da unterschiedlicher Auffassung und da man ihn ja schon einmal besiegt hat, spricht nichts dagegen, es nochmal mit Gewalt zu versuchen. Nur dass Valberon, Gwinion und Lothgar diesmal mit ca. halbierten Hitpoints in den Kampf gehen. Der Spieler des Langen Lugh musste seinen Zug kriegen, sodass er diesmal um die Loyalitätsfrage herumkommt. Kurz bevor Ugur und seine Tentakel platt sind, gehen beim letzten Helden die Lichter aus.

Wie es mit ihnen nach dem Total Party Kill weitergeht, ob sie nun tot sind oder mit einem Gummipunkt weniger in einem Neandertalerkäfig wiederauferstehen, ist beizeiten zu entscheiden. Und es lohnt sich, ab sofort sorgfältig Ugurs zu zählen:

  • Ugur ist wohl weiterhin Herrscher der Neandertaler, aber nach dem morgendlichen Kampf ist für alle sichtbar, dass auch mit ihm etwas nicht stimmt

  • Ugur und Ugur sind von der Nekromantenfestung im Osten mit unbekanntem Ziel aufgebrochen. War einer von ihnen der Ugur, der an der Wolfsfestung getötet wurde? Wo ist dann der andere?

  • Der getötete Ugur wurde jedenfalls enthauptet und so dürfte es an seiner Stelle bald zwei Ugurs geben.

Tags: dnd, erste landung, godbound, rsp
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