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Graf Hardimund
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Nekomo sucht das böse heilige Schwert

Lobet Praios! Die DSA 5 Quanionsqueste bohrt in der Vergangenheit der Praioskirche und verlässt das Schlachtfeld, ehe der Feind kommt.

Hatte ich im letzten Eintrag über die heiligen Wahnsinnigen von Jilaskan gelästert, so wissen wir mittlerweile: Das Problem sind nicht die eingeborenen Exil-Nachfahren oder die zugereisten Senil-Praioten, das Problem ist Gerowin Cassius, der Wahrer der Ordnung. Zwar lässt er Praiofold und Devon recht bald wieder frei und schickt sie zum indignierten Sonnenmarschall zurück. Dafür ruft er eine Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts Krise des Glaubens aus – eine Art Priesterkaiser-Herrschaft light, in der er alle weltliche Befehlsgewalt für sich beansprucht. Die Gräfin ist damit entmachtet, doch da sich seine heiligen Befehle an den Sonnenmarschall auf eher allgemein gehaltenes Durchhalte-Bla-Bla beschränken, kann Praiowin von Orkenfeld am Ende doch die Verteidigung nach seinem Gutdünken gestalten.

Die stellt ihn bislang auch vor keine großen Herausforderungen: Die Bluttempler tauchen mit einer etwas größeren Flottille als unsere vor Praiosdank auf und verschwinden wieder, als sie vom Hafen aus beschossen werden. Mehr Kopfzerbrechen macht uns das Verbot jeglicher Kryptabesuche und Nachforschen in Sachen Heiligengeschichte durch den Wahrer der Ordnung. Wie sollen wir da herausfinden, was es mit Praioslob von Selem und seinem Schwert auf sich hat? Und wieso will Gerowin Cassius uns daran hindern?

Ein heiliger Blutsäufer …  
Was wissen wir denn bereits über den ominösen Heiligen? Als vor 700 Jahren nach dem Mord an dem jungen, noch kinderlosen Kaiser Rude der Bote des Lichts, Aldec Praiofold, als Priesterkaiser die Macht ergriff, war es Praioslob von Selem, der als erster Sonnenmarschall den Widerstand aus dem Weg räumte: Das Erntefestmassaker an den Rondrageweihten in Gareth und der Krieg gegen den Theaterorden im Bornland waren sein Werk. In der traditionell eher praioskirchenkritischen DSA-Geschichtsschreibung hat er einen entsprechend üblen Ruf.

Der wird durch unsere geschichts- und götter-/kultekundigen Charaktere noch ausgebaut: Er soll von Anfang an weniger durch die Liebe zu Praios als durch den Hass auf die Rondrakirche angetrieben worden sein und nach dem Tod des Kaisers die Rondrianer beschuldigt und Aldec zur Machtübernahme gedrängt haben. Sollte er gar selbst hinter dem Mord stecken? In der Praioskirche wird er dennoch immer noch verehrt, und zwar nicht nur von den leiblichen und geistigen Nachkommen der Priesterkaiser. Insbesondere die Sonnenlegion betrachtet ihn als ihren Gründungsheiligen.

… und sein heiß begehrtes Schwert
Sein Schwert wäre natürlich eine begehrte Reliquie. Immerhin wurden damit viele Taten zum Ruhme Praios vollbracht und zahlreiche Gläubige und Geweihte seiner zwölfgöttlichen Schwester Rondras hingemetzelt. Letzteres war natürlich auch sehr im Sinne Belhalhars und damit dürfte klar sein, wieso sich die Bluttempler so für Praioslobs Erbe interessieren. War Praioslob nun nur ein fanatischer Praiot, der zur anderen Seite überging, oder von Anfang an ein Diener von Rondras erzdämonischem Widerpart?  Ist sein Schwert ein göttliches oder ein dämonisches Artefakt? Schon auf der Überfahrt hatten Devon und Praiofold je eine Vision: der eine sah das Schwert in Finsternis, der andere in helles Licht getaucht. Also noch alles offen?

Zur Mitternacht steigen Magier Devon und Geweihter Praiowin durch das von einem bestochenen Helfer offen gelassene Bibliotheksfenster ein. Ihre Nachforschungen runden das Bild ab. Die oben genannten Bedenken sind auch schon anderen gekommen, bis in allerhöchste Kreise der Praioskirche. Offen verurteilen wollte ihn zwar niemand, aber bereits vor Jahrhunderten wurde er in der Heiligenhierarchie herabgestuft, sein offizieller Feiertag gestrichen. Und offenbar wurden seine Gebeine samt Schwert an einen geheimen Ort auf der Insel Jandraskan umgebettet. Außerdem wird für sein Schwert Reinigungsbedarf konstatiert.

Die Ersten werden die Loser sein
Was fangen wir an mit diesem Wissen? Wir entscheiden, dass wir nicht wegen Jilaskan und seiner verschrobenen Einwohner hier sind, sondern wegen des Schwerts. Also eigentlich wegen der Suche nach dem Licht, doch die führt wohl über das Schwert. Also desertieren verlassen wir Praiosdank  unter Zurücklassung einer Nachricht, aber ohne Rücksprache mit geistlichen und weltlichen Autoritäten und suchen eine Überfahrt nach Jandraskan. Die finden wir im nächsten Fischerdorf. Ein Bootseigner setzt uns gerne über, das habe er ja schließlich auch vorletzte Woche mit den fünf Bannstrahlern gemacht.

Auf Jandraskan finden wir schnell das Lager der Bannstrahler, die gerade die Grabkammer freigelegt haben. Arnfried von Winterkalt und seine Jungs und Mädels berufen sich auf Befehle des Wahrers der Ordnung und sind eher wenig kooperationsbereit. Die Gemeinsamkeit reicht gerade einmal, um gemeinsam einen Angriff eines Trupps von Bluttemplern mit ihrem Anführer Bolko der Blutige zurückzuschlagen, und endet, als Arnfried sich dem Schwert und der belhalhargefälligen Metzelwut hingibt. Wir besiegen auch ihn und stehen nun mit dem Schwert und vier traumatisierten  Bannstrahlern, aber ohne echten Plan da.

Die Wahrheit wird uns Licht machen
Wir haben das gesuchte Artefakt, aber wie wir es vom Bösen reinigen, geschweige denn für das Gute nutzen können, wissen wir nicht. Auf Jandraskan, wo wir jetzt sind, können schon bald mehr Bluttempler auftauchen, und auf Jilaskan, wohin wir zurückkehren müssen, erst recht. Nekomo ist ja für einen vorsichtig-pragmatischen Ansatz: erstmal das Schwert und vielleicht auch den größten Teil unserer Gruppe auf halbem Weg auf der Insel Etlaskan verstecken, und dann sondieren, wie weit die Invasion schon gediehen ist.

Aber nach all den Heimlichkeiten, Kompromissen und nonchalanten Verstößen gegen Praios' Prinzipien wird Praiowin nun wieder von einem seiner seltenen, aber heftigen Anfällen von Glaubensfestigkeit gepackt. Die Wahrheit muss auf den Tisch und also muss es das Schwert. Und der Tisch steht in Praiosdank im Amtszimmer des Wahrers der Ordnung. Und wenn wir uns, um dorthin zu gelangen, durch die Streitmacht des Feindes metzeln müssen, dann ist es wohl Praios' Wille. Die Wahrheit wird uns Licht machen.
Tags: dsa, quanionsqueste, rsp
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