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Graf Hardimund
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Drachenfest mit Ghulbesuch

Der Druide tanzt nackt im Wald, der Jäger protzt mit Orkgedöns, der Holzfäller startet in die Frühindustrialisierung und ein Schmied sucht seinen Platz im Dorf - die DSA 5 Andergast-Runde ist zurück.

Ein Jahr ist nach den Ereignissen um den Drachen in der Orkhöhle vergangen, und für den Sumen Ludepold ist das ein Anlass für ein Erinnerungsfest mit Mysterienspiel, naturverbundenen Riten und anschließendem Gelage. Während eine Drachenfigur im Sumpf versenkt wird und die Kinder des Dorfes den Kampf der Helden reenacten, kehrt der lange verschollene Jäger zurück. Firuslaw hält sich erst einmal im Hintergrund, denn sein überraschender Aufbruch vor fast einem Jahr fiel mit dem spurlosen Verschwinden eines unbequemen Praioten zusammen, und er weiß nicht, welchen Reim man sich darauf heute wohl in Moorhügel macht. Und so nimmt er heimlich Kontakt zu seiner Schwester Anazasia auf, die inzwischen mit Holzfäller Carr verheiratet ist und einen Sohn hat. Carr selbst ist allerdings nicht im Dorf. Der Spieler ist verhindert, und so muss sich sein Charakter wohl um wichtige Holzfällerbruderschaftspflichten oder Schwierigkeiten bei seinem Sägemühlenprojekt kümmern.

Auf dem Fest kommen derweil der Sume und der Schmied Ulfbert ins Gespräch – noch ein Rückkehrer, denn Ulfbert ist der älteste Sohn des reichen Hofs. Vor 14 Jahren hatte er das Dorf gegen den Willen seiner Familie verlassen und ist in der Fremde Schmied geworden. Nun ist er zurück, angeblich auf Wunsch des Junkers, um dessen Familienzweihänder neu zu schmieden, doch der ein Jahr jüngere, designierte Hoferbe Edelwald macht sich Sorgen um seine Position. Beider jüngster Bruder, der zehnjährige Gisbert ist übrigens seit ein paar Wochen Schüler des Sumen. Anazasia lotst Ludepold zu Firuslaw in ihre Hütte. Der erzählt von seinen Abenteuern im Orkland und präsentiert nicht nur den mit frischen Anti-Einhorn-Kräften aufgeladenen Speer, sondern verehrt dem Sumen ein Mitbringsel, einen Steppenrindschwengel, dem Fruchtbarkeit spendende Magie innewohnen soll.

Noch nichts wissen die Helden da von einem Fremden, der in der Nacht wohl unbemerkt in sein Gasthauszimmer zurückgekehrt sein und es kurz vor Morgengrauen auf ungewöhnlichem Weg bereits wieder verlassen haben muss: ohne sich anzukleiden, aber dafür sich gewaltsam durch den geschlossenen Fensterladen rempelnd. Seffel der Säufer behauptet derweil, von einer Bestie angefallen und gebissen worden zu sein. Auf seinem Misthaufen findet man zudem einen angefressenen Schweinekadaver. Sowohl Biss- als auch Fußspuren deuten darauf hin, dass der Übeltäter weder ein Mensch, noch ein Hund, noch ein Schwein gewesen sein kann. Für tiefer gehende Einsichten braucht es die Hilfe des Jägers, und so hat es sich auch mit dem Verheimlichen von Firuslaws Rückkehr.

Die Helden entdecken das Ungeheuer schließlich tief im Brunnen des reichen Hofs, wo es sich vor dem Tageslicht verkrochen hat. Mit Hilfe von Ulfberts Laterne, zwei Dosen Spinnengift von Ludepold und Firuslaws Langbogen wird das Wesen bewegungsunfähig gemacht und aus dem Brunnen gezogen. Der Sume identifziert es als Ghul und beginnt, sich Sorgen um Seffel zu machen, denn der Biss eines Ghuls kann sein Opfer seinerseits in einen Ghul verwandeln. Nach eingehender Untersuchung sieht es aber so aus, als ob sich Seffel nur eine gewöhnliche Infektionskrankheit eingefangen hat, gegen die hier im Wald die passenden Kräuter wachsen sollten.

Bleibt die Frage, wie denn der Fremde zum Ghul geworden ist. Die Wirtin behauptet jedenfalls, das Gästezimmer nicht an ein leichenfressendes Monster, sondern einen Mann namens Nektarios vermietet zu haben, der von den Zyklopeninseln stammt und sich nicht für das Drachenfest interessiert hat, dafür aber für alles, was mit einem gewissen Sonnenstier zu tun haben könnte. Bei diesem Namen merkt Firuslaw auf, denn er hat ihn auch schon einmal bei den Orks gehört.
Tags: andergast, dsa, rsp
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