Graf Hardimund (grafhardimund) wrote,
Graf Hardimund
grafhardimund

Das Böse ist langwieriger als man denkt

Die DSA 5 Uthuria-Expedition geht auf Tauchstation. Zu deutlich sind die Zeichen, dass an eine schnelle Rettung unseres Lieblingsthorwaler-NSCs nicht zu denken ist und stattdessen auch im Reich des Bösen dicke Bretter zu bohren sind.

Aufgrund diverser taktischer Überlegungen waren Inger, Kelvar, Taya-Ko und Irian zum Schluss gekommen, dass sie erst einmal Itokal verlassen und dann mit einem neuen Plan und angepasster Verkleidung zurückkehren wollten. Eine zentrale Rolle sollte dabei eine konservierte Haut spielen. Diese hatte einst dem vermeintlichen Händler gehört, der sich uns bei der Blutsteinsuche in Makal in den Weg gestellt hatte. Unsere Nepillome-Priesterin hatte sie auf wundersame Weise präpariert und versprochen, dass man, wenn man sie überstreife, nicht nur die Gestalt des Vorbesitzers, sondern auch all sein Wissen übernehmen könne.

Angenommen, der Händler wäre ein ausreichend wichtiger Agent des Burduh-Kults gewesen, was könnte man damit nicht alles anstellen: Stumpf in die Stadt und auf die Burduh-Pyramide marschieren und mal schauen was passiert? Die anderen Spielerhelden als „Gefangene“ mitbringen und dann Raskir im Handstreich befreien? Sich als „Geisel“ gegen Raskir austauschen lassen, alles an Informationen einsammeln, was geht, und dann im geeigneten Moment verschwinden? Irian wäre neugierig, wagemutig und skrupellos genug, es zu probieren. Allerdings war auch klar, dass die Haut nur einmal verwendet werden kann. Es wäre also gut zu überlegen, wie dieser Joker auszuspielen ist.

Ein Angebot, das wir nur ablehnen können

Um wenigstens sicher zu gehen, dass Raskir überhaupt noch lebt und wie vermutet in der Pyramide ist, schickte Magier Kelvar noch eben schnell einen Erkundungsluftgeist los. Der kam, auf namenlose Weise umgedreht zurück, und griff uns, eher lästig als gefährlich, an. Dann nahm er die Gestalt unserer Erzfeindin und „lebenden Heiligen“ Itokals an und machte uns ein Angebot, das wir nur ablehnen konnten: Gold, Macht und Gedöns im Gegenzug für sofortige Einstellung unserer Abenteueraktivitäten.

So indiskutabel ein solches Ende war, nahmen wir die Kaperung unseres Kundschafterelementars doch als Zeichen, dass (auf der Heldenebene) unsere heimlichen Aktivitäten zur Befreiung Raskirs aufgeflogen sind und jetzt wohl kaum noch etwas in der Sache zu wollen ist und dass (auf der Spielerebene) das Abenteuer will, dass wir gefälligst erst einmal die ganzen kleinen Szenarios zur Verbesserung unserer Situation in Itokal abarbeiten, bevor wir uns mit der Endgegnerin anlegen.

Also verlassen wir erst einmal die Stadt, besorgen uns eine neue Nepillome-Tarnung – diesmal die Blut-Bezahlversion, die zudem zweimal täglich einen Wechsel der Rolle erlaubt – und kehren in Gestalt von xoartalschen Seideaufkäufern zurück. In Itokal werden wir von einer uns auf dem Markt empfohlenen, mit der Gesamtsituation unzufriedenen Händlerin mit offenen Armen empfangen. Eine Ladung in Itokal heiß, in Tipokatal verzweifelt begehrter Waffen will sie uns gleich hinterherwerfen. Außerdem beauftragt sie uns, Kontakt zu einer oppositionsnahen Meucherlergruppe namens „Messer Chehuans“ aufzunehmen. Woran sie als gut vernetzte Einheimische bislang gescheitert ist, das werden wir hergelaufenen Fremden sicher schnell hinkriegen.

Abtauchen für Burduh

Wir würden ja, aber noch bevor die abendliche Sprechstunde in der allgemein bekannten Meuchlergasse beginnt, erhalten wir Gelegenheit, auf dem Expeditionsschiff des Grauens anzuheuern – zunächst nur als Ruderer, aber als einer der Taucher und Soldaten beim die Expedition leitenden Burduh-Priester in Ungnade fällt, darf Thorwaler Inger seine Tauchkünste zeigen und auf die Suche nach dem zweiten Bruchstück des Seelentrenners gehen. Teil eins des Kemi-Artefakts, das vor 1000 Jahren Taya-Kos Magierfreundin Jaxarona und viele weitere Blutmagier in die Traumwelt geschickt hatte, war uns ja in Tipokatal durch die Lappen gegangen und müsste sich nun in Itokal befinden, worum wir uns später noch kümmern wollen.

Inger entdeckt ein vielversprechendes Wrack, wohl das Flagschiff einer versunkenen Kemi-Flotte. Gemeinsam mit Taya-Ko und Kelver vertreibt er zwar einen Kraken aus der Kapitänskajüte, doch von der Maske keine Spur. Stattdessen sichten wir einige aggressive Risso, die nach einigen Drohgebärden ebenso schnell im offenen Meer verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Möglicherweise haben sie längst das begehrte Artefakt an sich gebracht. Der Priester, bei dem wir nun einen Stein im Brett haben, sieht es wohl ähnlich und will versuchen, eine Galeere für die Jagd auf die burduhverfluchten Fischmenschen aufzutreiben. Wir sind herzlich eingeladen mitzufahren Vielleicht ist es aus unserer Warte aber klüger, von Tipokatal aus, mit Hilfe der fischmenschenzungen sprechenden Mariella oder der 12.000stel-göttlichen Schildkröte Madarr, Kontakt zu den Risso aufzunehmen, die den den Itokalern offenbar ebenso spinnefeind sind wie wir.

Federschlangenflausen und Meuchlerstraßenstrich
Doch erst einmal ist Landgang in Itokal. Während der Rest sich von den Strapazen der Expedition erholt, steigt Inger in leidlich überzeugender Priestertarnung auf den Leuchtturm und versucht, der gefiederten Schlange Flausen in den Kopf zu setzen. Die ist eigentlich nach Itokal gekommen, erfährt er, um Bruduh in dem bevorstehenden Krieg zu dienen. Doch ist sie nicht eher zur Herrin als zur Dienerin bestimmt? So singt es der Skalde in ihr federnumkränztes Ohr. Die Drachenschlange verspricht, es sich zu überlegen.

In der Meuchlergasse ist, ohne den nun unpassend verkleideten Skalden, Magier Kelvar der gassentauglichste Charakter. Er entscheidet sich, das auf Anhieb ohne weitere Schwierigkeiten beobacht- und belauschbare Anwerberitual zu ignorieren. Denn wenn das auf diesem Meuchlerstraßenstrich direkt zu den "Messern Chehuans" führen sollte, hätte das unsere Auftraggeberin auch selbst hingekriegt. Stattdessen versucht er, mit einer aventurischen Münze die Aufmerksamkeit der wirklich interessanten Meuchler auf uns zu lenken. Ob das klappt, erfahren wir nächstes Mal.
Tags: dsa, rsp, uthuria
Subscribe

Featured Posts from This Journal

Comments for this post were disabled by the author