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Graf Hardimund
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Eine Hochzeit und zwei Todesfälle

Die DSA 5 Andergast-Runde macht Pause. Im einstweiligen Finale fand die Geschichte um den Schweinedämon ihren Abschluss, die Hexe und der Praiot den Tod sowie Carr und Anazasia endlich zueinander. Außerdem hat Moorhügel nun eine neue Dorfeiche, aber keinen Jagdaufseher mehr.

In Dreiseenbroich überredeten Sume Ludepold und sein örtlicher Kollege Krudebrand mit vereinter Druidenautorität den Junker, entgegen seinem Beschluss die Sumpfhexe Uhlgard doch auf althergebrachte Art zu richten. Praiot Lumian, dem bereits ein Prozess vor dem Freiherrngericht mit ihm als Ankläger versprochen worden war, fühlte sich nun zum einstweiligen Verteidiger der Hexe berufen und wollte sie vor dem drohenden Opfer zu Ehren Sumus bewahren. Außerdem suchte er ja immer noch nach Seiten aus dem ihm einst geraubten Buch. Nach einem Gespräch mit der Hexe zog er zum Haus Uhlgards, wo er tatsächlich das verschriftlichte Rezept zum Beschwören von Schweinedämonen fand. Jäger Firuslaw, der ihm gefolgt war, wusste sich keinen Reim darauf zu machen.

Mehr erfuhren er und der Sume, als sie sich dann doch endlich entschlossen, ebenfalls die Hexe noch einmal zu verhören. Sie bekräftigte, von Firuslaws Stiefvater Ulfbold zur Beschwörung des Schweinedämons angestiftet worden zu sein. Er habe ihr die Buchseite mit dem Ritual gebracht und außerdem als Bezahlung einen Ring, der einmal Firuslaws Mutter gehört hatte. Den hatte sich Ulfbold wohl in der Zwischenzeit zurückgeholt, das belastende Schriftstück aber dort gelassen.

Holzfäller Carr und Magier Emmeran, die die Dreiseenbroicher Geschehnisse bislang passiv verfolgt hatten, ließen sich nun zu einem gemeinsamen Angriff auf das Versteck, in dem sich Ulfbold und Komplizen verschanzt hatten, motivieren. Überwältigt vom aufgestauten Zorn Firuslaws und der physischen, mentalen und spirituellen Macht seiner Begleiter gab die Band klein bei und gestand nicht nur die Anstiftung zum Schweineverfluchen, sondern auch eine weitere Intrige.

Ulfbolds Scherge Markfred hatte nämlich eine weitere Seite aus dem bösen Buch in Firuslaws Haus versteckt und ihn beim Praioten denunziert. Ein Versuch des Sumen, das Blatt mit einer Anrufung des Schwarzen Jägers um Freipfeile, mittels eines Windgeistes verschwinden zu lassen scheiterte und brachte Firuslaws zu Hause gebliebene Schwester Anazasia umso mehr in Bedrängnis. Lumian, inzwischen in Moorhügel angekommen, fand die Seite und sperrte Anazasia in den Keller des Gasthauses.

Nachdem sie Ulfbold und seine Schergen dem Junker ausgeliefert und sie angeklagt hatten, eilten Firuslaw und Carr nach Moorhügel. Firuslaw befreite seine Schweter aus dem Kerker des schnellen Entkommens und übergab sie Carr. Dann ging er mit Lumian in den Wald.

Das am nächsten Tag in dessen Besitztümern aufgefundene Buch enthielt eine Vielzahl von Sagen, Legenden und Volksbräuchen, die der Pariot als „größtenteils harmlos“ klassifiziert hatte. Neben den inzwischen aufgefundenen und als „gefährlich“ gekennzeichneten Ritualen zu Schweinedämon und Freipfeilen fehlte allerdings offenbar noch eine dritte Seite. Und die blieb auch verschwunden.

Ohne den Praioten war der Hexenprozess nach altem Brauch nur noch eine Formsache. Nach dem Schuldspruch des Junkers durften Krudebrand und Ludepold sie wie gewünscht zugleich ersäufen und ausbluten lassen. Möge Sumu es ihnen danken. Zurück in Moorhügel machte sich Ludepold daran, die von Emmeran schon lange gewünschte neue Steineiche vor dem Gasthaus zu pflanzen und mithilfe des Dornestabes wundersam wachsen zu lassen. Das klappte auch grundsätzlich, aber die zur Gestaltung der Feinheiten nötige Pflanzenkundeprobe scheiterte, und Schicksalspunkte hatte Ludepold auch nicht mehr über. Die Eiche wächst also, aber sie wächst ein bisschen ungestalt – und deutlich schief.

Dennoch bildete sie den würdigen Rahmen für die schon länger sich ankündigende, vor allem politisch motivierte Hochzeit zwischen dem frisch gebackenen Holzfällerobmann Carr und Anazasia, der Schwester des Jagdaufsehers. Carrs neuer Schwager Firuslaw war da allerdings schon nicht mehr zugegen. Nachdem er den Praioten hatte verschwinden lassen, ging er das Weite suchen – und eine Möglichkeit, den einhorntötenden Speer des Auerochsen aufzuladen.

Tags: andergast, dsa
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