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Graf Hardimund
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Die Nostrier, der Hass und ein sehr idyllischer See

Mit versoffenen Goblins, großmäuligen Räubern, Holzfällerintrigen und einem verschnarchten Drachen hat sich die DSA 5 Andergast-Runde bislang herumgeschlagen. Da konnte man glatt vergessen, dass nur einen guten Tagesmarsch im Süden der altböse nostrische Feind haust. Und dann ist da ja auch noch der Hass.

Um einem möglichen Verdacht zuvorzukommen, er habe auch etwas mit dem Verschwinden des zweiten Holzfällerbruders in kurzer Zeit zu tun, marschierte Carr in das Waldgebiet südlich von Moorhügel. Dort fand er tatsächlich nicht nur Dietwein den Feinen, sondern auch den als streitsüchtig verschrienen Köhler Korgar den Unleidlichen – beide zu Tode gemartert von einem Trupp Soldaten der nostrischen Waldgräfin von Thuranshag. Im Alleingang nahm Carr den Fremden hoch, der sich bereits in Moorhügel herumgetrieben hatte.

Es stellte sich heraus, dass dieser zwar als Kundschafter zu dem nostrischen Stoßtrupp gehörte, aber seine eigene Agenda hatte. Er gehörte nämlich, ebenso wie Tommelion der Nostrier aus Moorhügel, einem Geheimbund an. Dieser Bund, mit einer Wespe als Wahrzeichen, hat Kenntnis über gewisse steinerne Relikte aus alten Zeiten, die in ihrer Nähe Hassgefühle, insbesondere auf das jeweils andere der Streitenden Königreiche, verbreiten. Einen solchen Stein mit dem Abdruck eines übergroßen Insekts zu bewahren, hatte Thommelion von seinem Vater geerbt und sich dieser Aufgabe entledigt, indem er ihn dort vergrub, wo später Köhler Korgar seine Hütte baute. Und dort waren nun die Nostrier unter seinen Einfluss geraten.

Deren Auftrag war übrigens, den Baumdrachen aus der Menagerie des Junkers zu stehlen. Und als sie auf ihrem Floß nach Norden aufbrachen, lauerten ihnen die Helden gemeinsam mit Junker Hartwig und Ritter Holgmar an einer Furt auf. Das nächtliche Gefecht wurde im Wesentlichen durch Magierwirt Emmerans Feuerball entschieden. Der Rest war Gemetzel.

Die Lösung des Hassstein-Problems überließen sie, unter Ausschluss der Obrigkeit, den beiden Nostriern. Tommelion befreite den Fremden und gemeinsam schafften die beiden, von Amuletten ihres Bundes gegen die schlimmsten Auswirkungen geschützt den Stein an einen sicheren Ort. Sie hätten ihn in einen verwunschen See versenkt, der allgemein von den Einheimischen nicht aufgesucht werde, erklärte Tommelion hinterher auf Nachfrage. Damit wiederum zeigte sich Emmeran höchst unzufrieden, denn das klang verdächtig nach dem Ziel seiner regelmäßigen heimlichen Wanderungen.

Also hetzten Carr, Firuslaw und Ludepold mit Tommelion, angetrieben von dem besorgten Magier, zu dem idyllischen See, wo sie Namara kennenlernten, eine Dryade, die in einem Baum am Ufer wohnt und die der eigentliche Grund für Emmerans Besuche ist. Während sich Namara in Ressentiments gegen nostrische Nymphen erging, die ihren See überfremden wollten, wurde der Stein geborgen und in eine nahegelegene Schlucht geworfen.

Nach einem sicheren Endlager klingt das zwar nicht gerade, aber zumindest ist die Dryadenidylle gerettet. Außerdem ist Carr erst einmal vom Mordverdacht reingewaschen, zumal nicht nur der Tod Dietweins, sondern auch das Verschwinden Olbrichts den Nostriern in die Schuhe geschoben werden kann. Als gefeierter Verteidiger des Vaterlandes steigt er nun in den Wahlkampf um das Amt des Obmanns ein.
Tags: andergast, dsa
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