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Graf Hardimund
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Alte Geschichten in Egelingsfenn

Die DSA 5 Andergast-Runde macht einen Besuch am Herrschersitz und ist von den Ereignissen dort mäßig begeistert.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Blutulmen-Queste konnte Obmann Olbricht Eichenfeller nicht umhin, unserem Holzfäller Carr die Empfehlung für den Vogt des Freiherrn auszustellen. Auch wenn Carr argwöhnte, dass die Sache einen Pferdefuß hat, machte er sich frohgemut auf nach Egelingsfenn, um das lang ersehnte Steineichenhandelsprivileg zu erbitten. Sume Ludepold lockte ich mit einem möglichen Treffen mit Kusmin, dem Recken Sumus im Rat des Königs. Wirt Emmeran hatte die jährliche Boronsgans als Teil der Kneipenpacht abzuliefern. Jäger Firuslaw war verhindert.

In der Burg erlebt Carr dann das befürchtete "Ja, aber ...": Er solle die Lizenz haben, befindet Guisburne Brin Thurborn, doch die sonst über Jahre zu streckende Gebühr von 7 Dukaten sei sofort fällig. Fall entschieden und ziemlich viele Fragen offen. Womit weckt der Brief des Holzfällerobmanns Zweifel an Carrs Verlässlichkeit? Was macht den Vogt so nachdenklich, als er erfährt, dass Carr ein Findelkind ist? Was haben Hexen und Wölfe damit zu tun?

Und wieso meint der Holzhändler Emmeran Flöszer aus Thurana, den Carr nach einem Vorschuss fragt, dass er als Ziehsohn von Halme doch gar keine Geldsorgen haben dürfe. Immerhin gibt es hier auch die ersten Antworten: Halme habe früher "gute Geschäfte" mit Emmeran gemacht. Dritter im Bunde sei übrigens ein gewisser Albricht, Sohn des Olbricht, gewesen. Der sei vor etwa 15 Jahren spurlos verschwunden – was Zeitzeuge Ludepold bestätigen kann, der aber keine Details kennt. Kurz zuvor habe Halme erwähnt, an einer "großen Sache" dran zu sein, sich aber später nicht mehr dazu geäußert. Emmeran sei gerne bereit, Carr zu helfen, wenn der ihn in das Geheimnis einweihe. Nur dazu müsste der es natürlich erst einmal selbst kennen.

Geisterstunde im Gasthaus


Das ist nicht die einzige alte Geschichte, mit der sich die Helden in Egelingsfenn auseinandersetzen dürfen. Im Gasthaus zum Eichenfass, in dem sie abgestiegen sind, wird Emmeran in seinem Bett von einem Geisterhund angefallen; Druide Luitpold bekommt von einem Spukwirt einen sehr materiellen Bierkrug an den Kopf. Im Abwehrkampf lässt Magier Emmeran seine Tarnung fallen, zaubert und verdrischt den Spuk mit einem Stab der die Größe ändert. Das sorgt bei Carr und Ludepold aber für wenig Irritationen.

Mehr irritiert uns, dass sich die Geisterregeln aus dem Bestiarium ein wenig mit den Angaben zu den einzelnen Zaubersprüchen beißen: Geister sollen durch Zauber zumindest halben Schaden nehmen. Der Fulminictus hat aber die Zielkategorie Lebewesen, das schließt Geister aus. Geister sollen auch Furcht und Verwirrung erleiden können. Entsprechende Zauber wie Blitz und Horriphobus wirken aber wiederum nur auf Lebewesen. Am Ende muss der spukende Hund mit Zauberstab und Druidendolch totgeprügelt werden.

Es stellt sich heraus, dass hier wohl Angehörige der Wirtsfamilie spuken, die bei der Plünderung Befreiung der Stadt vor 45 Jahren durch die Andergaster getötet wurden, offenbar aufgestört durch Renovierungsarbeiten vor ein paar Tagen, bei denen irgend etwas entwendet wurde. Eigentlich hätte sorgfältige Beobachtung in einer zweiten Spuknacht und die Begegnung mit einem dritten Geist die erhärten und den Hauptverdächtigen liefern sollen.

Die Helden nehmen die Abkürzung, stellen den Schreiner und seine drei Gehilfen zur Rede und stoßen Drohungen aus. Dann verfolgen sie denjenigen, der die Nerven verliert und versucht, die inzwischen verschenkten, verspielten und verkauften „Fundstücke“ aus dem doppelten Boden eines Schrankes zurückzuklauen. Der arme Tropf sitzt nun im Kerker, wegen Diebstahl an den Lebenden und den Toten.

Was sonst noch geschah in Sachen …

gemiedenes Tal: Der Drache ist aus dem Sack. Nachdem die Helden beim letzten Mal noch dichtgehalten hatten, hat Carr nicht nur Wirt Emmeran, sondern auch noch einigen Kneipengästen erzählt, was einen guten Tagesmarsch vom Dorf entfernt schläft. Die Dörfler schwanken nun zwischen Drachenfurcht und Goldgier. Sowohl der Orakelschrat als auch Sumenkollege Kusmin raten indes eher zu Ruhe bewahren und beobachten.

Dornenstab:
Sumen sind keine Analysespezialisten. Kusmin bestätigt nur, was Ludepold schon ahnt: Der Stab ist magisch, mysteriös und zumindest aufgrund seiner materiellen Machart (Holz und Obsidian) durchaus Sumu gefällig. Für eine tiefergehende Analyse müsse er das Artefakt mitnehmen. Ludepold verzichtet höflich.

Firnwalt:
Nix. Obwohl nicht nur der Gerichtsherr, der Freiherr von Thuranien, sondern auch der Ankläger, Junker Erlwald, in Reichweite sind, unternehmen die Helden nichts, um für den jungen Rebellen gut Wetter zu machen. Andererseits machen sie die Sache auch nicht schlimmer. Einstweilen sitzt Firnwalt also in der zunehmend ungemütlicher werdenden Grotte. Bis zur Wintersonnenwende sollte eine Entscheidung getroffen werden, denn dann ist das Freiherrengericht.
Tags: andergast, dsa
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