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10 Juni 2017 @ 18:48
Wird die Holzfällergilde wirklich gestärkt aus den Neuwahlen nach dem Verschwinden ihres Obmanns hervorgehen? Die jüngsten Geschehnisse bei der DSA 5 Andergast-Runde nähren Zweifel, zumal es nicht nur eine absolute Mehrheit zu erringen gilt. (Unlängst auf einer Party hatte ich mal zwischen Diskussionen über Einhornessenzen und Kinderkreuzzüge spontan festgelegt, dass die Wahl einmütig sein muss.)

Holzfällerobmann Olbricht war also tot, und am Abend danach tauchten die beiden Zeugen des Geschehens, seine Oberholzfällerknechte Waldrich und Wenzel, an Carrs Hütte auf. Sicherheitshalber in Begleitung der beiden Unterholzfällerknechte, machten sie Carr einen Vorschlag, den er eigentlich gar nicht ablehnen konnte: Sie würden bezeugen, dass Olbricht "in den Wald gegangen" sei, also irgendetwas zwischen Auswanderung und Freitod, was jedenfalls nicht hinterfragt würde, und gegebenenfalls für Carr stimmen, wenn sich dieser zur Wahl zum Holzfällerobmann stellen würde. Letzteres würden sie können, weil Carr dafür sorgen würde, dass sie als Erben und Nachfolger Olbrichts in der Holzfällerbruderschaft anerkannt würden. Die beiden Unterholzfällerknechte würden übrigens zum Lohn für ihre Mitwirkung zu Oberholzfällerknechten werden.

Das fand Carr durchaus einleuchtend, und bestimmt wäre das auch eine gute Regelung, hätte es nicht ein paar Tage später noch mehr Besuch gegeben: Ulfbold aus Dreiseenbroich, der ungeliebte Stiefvater von Jäger Firuslaw, kam, sicherheitshalber in Begleitung seiner Bande, inklusive eines gewissen Markfred. Um den ging es eigentlich, denn dieser sei mit Olbrichts letzter überlebender Verwandter, seiner Großnichte um diverse Ecken, Olwine, verheiratet und Vater von deren kleinem Sohn. Carr sollte nun dafür sorgen, dass dieser als Olbrichts Erbe anerkannt und Markfred aus Dreiseenbroich stellvertretend für das Kind in die Holzfällergilde von Moorhügel aufgenommen würde. Das waren ganz schön viele Wünsche auf einmal, und Carr tat gut daran, sich mit seinen Freunden zu beraten. Letztlich brauchte es aber gar nicht Firuslaws vehementer Ablehnung, um Ulfolds Ansinnen abzuweisen. Carr fand Ulfbold auch so unsympathisch genug. Sie beschlossen außerdem, sich das Wohlwollen des Junkers zu sichern, indem sie ihm ein Viertel von Olbrichts Erbe zuschanzen würden.

Sume Ludepold verlieh der „in den Wald gegangen und kommt nicht wieder“-(Nicht-)Erklärung vor der versammelten Holzfällerschaft seine druidische Autorität und richtete eine angemessene Trauerfeier aus. Offene Anschuldigungen und Feindseligkeiten gegen Carr blieben aus, wenngleich manche schon andeuteten, dass sie da einen Zusammenhang sähen – und sogar gewisse Sympathien bekundeten. Beim feucht-fröhlichen Ausklang im Gasthaus wurde dann auch die Nachfolge-Thematik vertieft. Mit Trautwart Ahorn präsentierte sich erwartungsgemäß einer der angesehensten und erfahrensten Holzfäller als Mann des Ausgleichs und des Weiter-So. Dietwein, genannt „der Feine“, ging dagegen auf Stimmenfang bei den Unzufriedenen und Innovationsfreudigen, die sich zum Beispiel eine klare Kante gegen Dreiseenbroich, eine höhere Steineichenfällquote vom Druiden oder, wie Carr, eine eigene Sägemühle in Moorhügel wünschen. Carr selbst wollte seinen Hut nicht in den Ring werfen. Stattdessen begann er, nach anfänglichen positiven Signalen in Richtung Trautwart, mehr und mehr Dietwein zuzuhören.

Als schließlich die erste von voraussichtlich mehreren Wahlversammlungen – denn nach Einmütigkeit sah es ja nun erst mal nicht aus – nahte, wies Carr wie abgesprochen Markfred und Olwine ab. Wer nicht zur Versammlung erschien, war Kandidat Dietwein. War auch er „in den Wald“ gegangen? Hatte er einfach nur verschlafen? Sollte etwa Carr wieder …? Oder hatte gar der mysteriöse Fremde im Gasthaus damit zu tun?


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07 Juni 2017 @ 21:56
Es ist schon eine Weile nichts mehr über die DSA 5 Andergast-Runde geschrieben worden. Nichts über den laufenden Holzhandel oder um sich schlagende Bäume; nichts über das andergastische Erbrecht oder vorgezogene Neuwahlen in der Holzfällergilde. Das soll sich nun ändern.

Als der Schnee geschmolzen und die Orks ausgeräuchert waren, fand es Carr an der Zeit seine erste selbst geschlagene Steineiche und noch einiges anderes Holz zu einem Floß zu binden und nach Thurana zu flößen. Zur Unterstützung holte er sich neben Jäger Firuslaw und Wirt Emmeran noch den jungen Herdpold vom Schweinehof, der seinerseits eine Sau zum Markt zu bringen hatte.

Ohne größere Probleme stakte die Gruppe durch ein System von Bächen und Flüsschen im Sumpf- und Bruchwaldgebiet zwischen Moorhügel und Thuransee. Ein um sich schlagender, bösartiger Baum, ein sogenannter Marwold, wurde umschifft und als später zu lösendes Problem auf die Agenda gesetzt. In Thuranx erfuhren die Helden, wie die Räuberbande ihren Anteil an den gemeinsam gewonnenen Orkköpfen und dem Raubgut nun in dieser Gegen propagandistisch einsetzt. Auf dem Thuransee gewann die Crew noch ein Floßrennen gegen die Holzfällerkonkurrenz aus Egelingsfenn.

In Thurana verkaufte Carr erfolgreich sein Holz und die Windenarmbrust des von den Orks ermordeten Abenteurerzwergs an den Holzhändler Emmeran Flöszer. Außerdem interessierte sich der für das Schicksal des wohl ebenfalls den Orks zum Opfer gefallenen Ratpold aus Dreiseenbroich, den er als Boten von Ulfbold erwartet hatte.

Carr hat nun genug Geld, um seine Schulden bei Holzfällerobmann Olbricht Eichenfeller abzuzahlen. Also sucht er ihn auf, zahlt, bricht einen neuen Streit vom Zaun und geht mit ihm in den Wald. Die Sache soll mit Äxten bereinigt werden, diesmal endgültig, ohne Publikum und defintiv außerhalb des Gesetzes. Zwei gehen rein, einer kommt raus. Das ist natürlich Carr, der dem alten Olbricht mit seinen zwar soliden Kampfwerten, aber ohne spezielle Kampf-SF und vor allem mit eklatantem Mangel an Würfelglück keine Chance lässt. Auch Olbrichts Oberholzknechte Waldrich und Wenzel, die dieser zur Absicherung mitgenommen hatte, sind so beeindruckt, dass sie erst einmal nichts unternehmen, außer beim Begräbnis zu helfen; zumal auch Carr nicht ohne Rückendeckung in den Wald gegangen war.

Damit stellen sich nun mehrere Fragen: Bleibt, was im Wald passiert ist, auch im Wald? Wer wird nun Holzfällerobmann anstelle des Holzfällerobmanns wird? Wer erbt eigentlich Olbrichts Besitz? Und hat Carr noch eine Chance, etwas über seine rätselhafte Herkunft zu erfahren, wo er die gesprächigste, wenn auch schwierige Quelle zum Schweigen gebracht hat?


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04 April 2017 @ 00:32
Die DSA 5 Andergast-Runde befreit die Comtessa aus der Hand der Orks. Firuslaw gewinnt den Jagdaufsehercontest mit 3:1. Und der Spielleiter muss aufgrund einer Allgemeinverfügung der Bundespolizei ohne Flaschenbier und die Maske des Meisters anreisen.

Jäger Firuslaw, Holzfäller Carr und Magierwirt Emmeran hatten ihre patriotischen Räuberfreunde zur Hilfe geholt und die Spur der räuberischen Orks wiederaufgenommen. Sume Ludepold, der beim vorigen Mal verhindert gewesen war, ploppte passend im Unterholz auf, wo er zufällig gerade mit Riten zum Austreiben des Winters beschäftigt war. Diese mussten dann erst einmal warten.

Tief im Wald, wohl schon im Gebiet der Herrin von Thuranx, stießen die Helden auf den Unterschlupf der Orks in der verkohlten Ruine eines Steineichenturms, den sie als den des Schwefelritters identifizierten. Dieser war laut Sagen und Legenden(-probe) ein alchimiebegeisterter Adeliger gewesen, der vor 100 Jahren seinem Leben, seinem Turm und seiner Herrschaft bei einem misslungen Experiment ein spektakuläres Ende gesetzt hatte.

Nun also hausten da eine Bande nichtswürdiger Ork-Ausgestoßener. Und zwar, wie eine Erkundung ergab, ein knappes Dutzend, das Comtessa Neridia aus der gescheiterten Abenteurergruppe gefangen hielt und auch bereits vom Herannahen von Helden und Räubern wusste.

Angesichts der Verhältnisse halten beide Seiten einen direkten Angriff für aussichtslos (Helden in der Unterzahl) oder unnötig (Orks im gemütlich Turm). Eiben Vorteil verschaffen sich die Belagerer, indem sie den Schnüffelgoblin der Orks abfangen sowie einen unterirdischen Zugang zum Turm entdecken und entwächtern. Diesen nutzen sie dann, um den Turm mit einem ordentlichen Feuer, unterstützt durch einen Feuergeist des Sumen, auszuräuchern.

Die durch den Rauch verwirrten Orks laufen dann in Emmerans Ignisphäro, und der Rest ist mit ein paar Nah- und Fernkampfangriffen schnell erledigt. Firuslaw stürzt sich in den verräucherten Turm und rettet die Comtessa. In der Beute fallen neben den heiß begehrten Waffen des Zwergs noch ein Kurzschwert auf, das einem Kumpel von Ulfbold aus Dreiseenbroich gehört hat, sowie eine recht frisch gemalte Karte mit der Lage des Tals mit dem vom Drachen okkupierten Auerochsenheiligtum auf. Mit der wollte sich ein Ork davonmachen, was Firuslaws Pfeil aber unterbunden hat.

Beute und Orkköpfe werden fair mit den Räubern geteilt, und mit ihrem Anteil machen sich die Helden auf zum Junker Hartwig, um Firuslaw zum Jagdaufseher zu machen. Konkurrent Ulfbold hat offenbar Rücken, ist aber noch siegesgewiss. Immerhin kann er ebenso wie Firuslaw die vom Sumen geforderten Schädeleulenfedern vorweisen und hat bereits drei Wildschweine für die Tafel des jungen Herrn herangeschafft. Der von den Helden gefangene Baumdrache beeindruckt dann aber doch weit mehr. Kann Ulfbold das mit seinem Wildererfang aufwiegen? Nein, auch in den Augen von Ritter Holgmar hat Firuslaw hier die Nase vorn. Orks sind Orks, da gibt es nichts zu diskutieren. Die Elfe Allacaya, due Ulfbolds Schergen ain die Arme gelaufen ist, wird der weichherzige Junker bestimmt ohnehin bald wieder freilassen.
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26 März 2017 @ 22:58
Nach dem aufschlussreichen, aber letztlich ergebnislosen Vorstoß in die Tiefen der Drachenhöhle lässt die DSA 5 Andergast-Runde den Drachen erst einmal schlafen und sucht sich überschaubare Ziele.

Da sind zum Beispiel die zwei Schädeleulenfedern, die Druide Ludepold als Beweis der Sumugefälligkeit im Wettbewerb um den Jagdaufseherposten fordert. Während Ludepold verhindert ist, macht sich Jäger Firuslaw, unterstützt durch Holzfäller Carr und Magier Emmeran auf in den alten Sumpf, wo es die seltenen und höchst aggressiven Eulen geben soll. Dort findet er tatsächlich in einem Nest aus dem Vorjahr mehr als genug Federn, und zwar ohne potenziell gefährliche Begegnung mit deren Vorbesitzerin.

Mutig geworden, entwickeln die Helden zudem den Plan, den Junker mit einem lebend gefangenen Baumdrachen zu beeindrucken. Und auch das klappt, dank der versammelten Wildniskunde, eines Glitzertandköders und insbesondere der Handwerkskunst Carrs, der ein perfektes Fangnetz und einen feuerfesten Steineichenholzkäfig baut.

Angesichts dieser Erfolge könnte es Firulaw möglicherweise sogar darauf ankommen lassen, wie geplant den bereits erlegten Grimwolf als "Wilderer" zu präsentieren. Doch verdienstvoller wäre es zweifellos, einige Orks dingfest zu machen, die sich, neben anderen Räubereien, bestimmt auch am Jagdwild des Junkers vergehen.

Eine Spur ist auch bald gefunden. Und da es sich um mindestens sechs Orks handelt, holen die Helden Olgrim den Patrioten und seine Räuber zu Hilfe. Bei der Orkjagd kommt es auch zu einem Wiedersehen mit den weitgereisten Abenteurern, die inzwischen nach Dreiseenbroich abgereist waren, um mit dem Junker über Drachendinge zu reden. Oder zumindest mit Teilen von ihnen: Zwerg Korgrim liegt erschlagen zwischen drei toten Orks, Magier Thallian in Karl-May-Manier gemartert auf einer Lichtung. Das Schicksal von Hochstaplerin Comtessa Nerida und Elfe Allacaya ist ungewiss.
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(Jäger Firuslaw versucht den Blick über den dörflichen Tellerrand)
 
 
 
14 März 2017 @ 22:50
Mit Hilfe echter Helden erkundet die DSA 5 Andergast-Runde die noch unbekannten Räume im Heiligtum des Drachen Auerochsen. "Lasst mir ein Stück vom Drachen übrig", hatte Holzfäller Carr verlangt, der auch dieses Mal verhindert war. Kein Problem, der geschuppte Dauergast in der Höhle im gemiedenen Tal ist noch ganz und schläft weiterhin.

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06 März 2017 @ 10:10
In der DSA-5-Runde in Andergast möchte Firuslaw Jagdaufseher werden. Eine Heldengruppe möchte derweil den Hort des schlafenden Drachen plündern.

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In der DSA 5 Andergast-Runde wird Gericht über einen Rebellen Wilderer Bauerntrottel gehalten. Zeit für ein paar alternative Fakten.
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06 Februar 2017 @ 22:12
Die DSA 5 Andergast-Runde kümmert sich um das, was in dem traditionsbewussten, bodenständigen Königreich wirklich zählt: Holzfällerei und Schweinezucht.

Es muss eines von Karl-Heinz Witzkos schrägen Soloabenteuern in den 90ern gewesen sein, vielleicht "Straßenballade", in dem nicht nur erstmals der der Wojwode als nostrischer Adelsrang auftauchte, sondern auch ein Schweinedämon. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde er auch nur erwähnt als Ausrede, wieso der Woijwode dem König erneut keine Abgaben leisten könne, und anders als der obskure Titel wurde er wohl auch nie kanonisch. Aber irgendwie spukte er noch in meinem Kopf herum und kam gerade passend zum Vorschein, als ich noch einen Baustein für die jüngste Spielsitzung brauchte.

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24 Januar 2017 @ 23:26
Kwt.


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